Opel-Mitarbeiter in Rüsselsheim | Bildquelle: dpa

Nach Übernahme durch PSA Opelaner dürfen hoffen

Stand: 06.04.2017 17:27 Uhr

Rund 18.000 Menschen arbeiten in Deutschland bei Opel. Nach der Übernahme durch den PSA-Konzern fürchteten viele um ihre Jobs. Nun beruhigte der Betriebsrat: Die deutschen Standorte seien bis weit nach 2020 ausgelastet.

Der Betriebsrat von Opel hat die Belegschaft des Autobauers beruhigt: Die Beschäftigten könnten aufatmen, sagte Betriebsratsschef Wolfgang Schäfer-Klug nach der Betriebsversammlung in Rüsselsheim. Hintergrund sind Sorgen um die Arbeitsplätze, wenn der französische PSA-Konzern Opel übernommen hat.

"Wir haben eine gute Verhandlungsposition"

Die Vereinbarungen zum Fortbestand von Mitbestimmung, Tarifverträgen und Auslastungszusagen garantieren dem Betriebsrat zufolge, dass die Franzosen diese beibehalten. Die Standorte in Deutschland wären damit bis weit nach 2020 ausgelastet. "Wir gehen mit viel Arbeit rüber, wir haben eine gute Verhandlungsposition", sagte Schäfer-Klug. Zu Befürchtungen, es könnten Werke geschlossen und Stellen abgebaut werden, sagte der Betriebsratschef: "2,2 Milliarden zu zahlen, um Opel abzuwickeln, wäre ein denkbar schlechtes Geschäft."

Der Autobauer informierte seine Mitarbeiter zeitgleich an allen Standorten über die neuen Strukturen nach der Übernahme. Die Änderungen sollen "zu einer weniger komplexen Organisationsstruktur" führen und bis Ende Juni umgesetzt werden.

Gerrit Rudolph, HR, zur Zukunft der Opel-Werke
tagesschau 16:00 Uhr, 06.04.2017

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18.000 Opelaner in Deutschland

Entscheidend ist nach Ansicht des Betriebsrats, dass es nicht nur einen bloßen Anteilsverkauf von der bisherigen Opel-Mutter General Motors an den Peugeot-Hersteller PSA gebe, sondern einen Betriebsübergang nach deutschem Recht. Dieser verschafft den aktuell Beschäftigten einen weitgehenden Bestandsschutz.

PSA soll für das GM-Europageschäft inklusive Vauxhall und der Finanzsparte rund 2,2 Milliarden Euro zahlen. Opel und Vauxhall haben zusammen rund 40.000 Mitarbeiter, rund 18.000 davon arbeiten für Opel in Deutschland. Die Übernahme muss noch von verschiedenen Behörden freigegeben werden, unter anderem von der EU-Kommission.

Die Fusion von Peugeot und Opel
06.03.2017, Bernd Wode, ARD-Aktuell

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. April 2017 um 17:00 Uhr.

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