Logos von Opel und Peugeot | Bildquelle: REUTERS

Verkauf an Peugeot geplant Wird Opel französisch?

Stand: 14.02.2017 20:38 Uhr

Wird aus der Zusammenarbeit zwischen Opel und Peugeot mehr? Die Franzosen prüfen eine Übernahme von Opel. Laut Insidern könnte es in Kürze einen Abschluss geben. Für die Gewerkschaft kommt diese Meldung ebenso überraschend wie für die Bundesregierung.

Der deutsche Autobauer Opel wird möglicherweise in Kürze an den französischen Konkurrenten PSA verkauft. Ein PSA-Sprecher sagte, es würden mehrere strategische Initiativen überlegt, dazu gehöre auch der Erwerb von Opel sowie der britischen Schwestermarke Vauxhall. Weitere wollte er sich nicht äußern und fügte an: "Es gibt heute nicht mehr Details." Zu PSA gehören bislang die Marken Peugeot, Citroën und DS.

Opel und Vauxhall gehören derzeit zum US-Autokonzern General Motors (GM) und beschert diesem anhaltende Verluste. Auch GM bestätigte die Gespräche, betonte aber zugleich, es sei noch ungewiss, ob eine Einigung erzielt werde. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet, GM befinde sich "in fortgeschrittenen Gesprächen" mit dem französischen Konkurrenten. Ein Abschluss könne binnen Tagen verkündet werden. Ähnlich berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Vertreter von Opel äußerten sich bislang nicht.

PSA und GM bestätigen Gepräche über Opel-Verkauf
tagesschau 20:00 Uhr, 14.02.2017, Andreas Clarysse, HR

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Betriebsrat sieht Verstoß gegen Mitbestimmung

Eine erste Reaktion gibt es von den Opel-Betriebsräten. Von den Berichten über einen möglichen Verkauf sei man überrascht worden. Sollten sich diese Meldungen bestätigen, wäre dies eine beispiellose Verletzung sämtlicher deutscher wie europäischer Mitbestimmungsrechte, erklärte der für die deutschen Opel-Werke zuständige IG-Metall-Bezirk Mitte in Frankfurt.

Gleichzeitig erklärte die Gewerkschaft aber ihre Bereitschaft zur vorbehaltlosen Prüfung der Vorschläge. Die Interessen der Beschäftigten würden dann vom Gesamtbetriebsrat und der IG Metall in Zusammenarbeit mit ihren europäischen Partnern vertreten.

Auch Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries kritisierte das Vorgehen der Konzerne. Es sei "inakzeptabel", dass die beiden Unternehmen vorab Betriebsrat, IG Metall sowie Landes- und Bundesregierung nicht von ihren Plänen informiert hätten, sagte die SPD-Politikerin in Berlin. General Motors trage die Verantwortung für alle deutschen Standorte. Opel hat rund 38.000 Mitarbeiter in Europa, davon mehr als die Hälfte an den drei deutschen Standorten Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern.

Vergeblicher Versuch, Opel zu sanieren

Opel und Peugeot hatten bereits vor einigen Jahren eine Allianz angestrebt. Am Ende blieb davon die gemeinsame Produktion von einigen Modellen.

Die deutsche Traditionsmarke mit dem Blitz als Logo gehört seit fast 90 Jahren zu GM. Die Amerikaner hatten jahrelang vergeblich versucht, Opel zu sanieren. Im vergangenen Jahr hatte Opel sein Ziel verfehlt, erstmals seit 1999 schwarze Zahlen zu schreiben. Als Grund für einen Verlust von 257 Millionen Euro nannte Firmenchef Karl-Thomas Neumann Währungsturbulenzen nach dem britischen Referendum für einen EU-Austritt.

Monsieur Opel? PSA Peugeot Citroen denkt über Kauf nach
M. Wagner, ARD Paris
14.02.2017 14:49 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 14. Februar 2017 um 11:00 Uhr.

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