Flugzeug der Niki-Airline | Bildquelle: imago/Rüdiger Wölk

Nach gescheiterter Übernahme Niki stellt Insolvenzantrag

Stand: 13.12.2017 19:10 Uhr

Nach der gescheiterten Übernahme durch die Lufthansa hat die Air-Berlin-Tochter Niki einen Insolvenzantrag eingereicht. Damit könnten kurz vor Weihnachten rund tausend Mitarbeiter ihren Job verlieren und Tausende Passagiere stranden.

Die Air-Berlin-Tochter Niki ist nach Angaben der Berliner Justiz zahlungsunfähig. Es sei ein Eigenantrag für die Eröffnung eines Insolvenzantrags für Niki eingegangen, sagte eine Gerichtssprecherin. Damit könnten kurz vor Weihnachten rund tausend Mitarbeiter ihren Job verlieren und Tausende Passagiere stranden.

Zuvor war bekannt geworden, dass die Lufthansa ihr Angebot für Niki zurückgezogen hatte. Grund war die ablehnende Haltung der EU-Kommission gegen eine Übernahme der österreichischen Airline aus wettbewerbsrechtlichen Gründen. Noch am Freitag hatte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager von "ziemlich starken Wettbewerbsbedenken" gesprochen. Ihre Entscheidung wollte die Brüsseler Behörde spätestens am 21. Dezember bekannt geben, doch dem kam Lufthansa zuvor.

Die größte deutsche Fluggesellschaft hatte Niki mit einer Brückenfinanzierung in zweistelliger Millionenhöhe in der Luft gehalten - diese fällt nun weg. Air Berlin hatte zuletzt erklärt, man prüfe derzeit "Verwertungsalternativen" für Niki.

Lufthansa zieht Angebot für Niki zurück
tagesschau 17:00 Uhr, 13.12.2017, Gerrit Rudolph, HR

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Niki Lauda signalisiert Interesse

Die Bundesregierung hatte bereits angekündigt, mit Insolvenz und Einstellung des Flugbetriebs bei Niki zu rechnen. "Alternative Käufer für Niki standen und stehen bis heute nicht zur Verfügung, trotz allerlei öffentlicher Ankündigungen und intensiven Bemühens des Generalbevollmächtigten von Air Berlin", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Die österreichische Regierung versprach die Rückholung gestrandeter Niki-Kunden. Sollten Fluggäste aus dem Ausland zurückgeholt werden müssen, werde die Regierung das bei anderen Fluggesellschaften in Auftrag geben, hieß es vom Verkehrsministerium laut Nachrichtenagentur APA.

Niki Lauda | Bildquelle: AFP
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Niki Lauda signalisiert weiterhin Interesse.

Der frühere Rennfahrer und Unternehmer Niki Lauda hatte kurz nach dem Rückzug von Lufthansa weiter Interesse an der einst von ihm gegründeten Airline signalisiert. "Ich bin interessiert und würde mich darum kümmern", sagte er. Er will demnach die Airline aus der Pleite heraus übernehmen.

Weiter Lufthansa-Interesse an anderer Air-Berlin-Tochter

Lufthansa machte der EU-Kommission mit dem Rückzug bei Niki zugleich weitere Zugeständnisse, um doch noch andere Teile von Air Berlin übernehmen zu können. An dem Erwerb der anderen Air-Berlin-Tochter LG Walter solle festgehalten werden, teilte der Konzern mit. Dazu erklärte die Kommission, man werde die laufende Kartelluntersuchung nun auf dieses geplante Geschäft konzentrieren.

Der dafür vorgesehene Kaufpreis von rund 18 Millionen Euro ist noch Gegenstand erneuter Verhandlungen und soll wohl im Wesentlichen zur Tilgung des von der KfW an Air Berlin gewährten Massekredits verwendet werden. Die Bundesregierung hatte für die 150 Millionen Euro eine Bürgschaft übernommen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. Dezember 2017 um 19:00 Uhr.

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