Maschine der Fluggesellschaft Niki | Bildquelle: REUTERS

Niki-Verkauf Vier Bieter sind noch im Rennen

Stand: 22.12.2017 15:29 Uhr

Der Verkauf der Airline Niki geht auf die Zielgerade. Der vorläufige Insolvenzverwalter will zunächst mit vier Bietern über die Übernahme der Air-Berlin-Tochter verhandeln. Bis Ende Dezember soll eine Entscheidung fallen, ob das Unternehmen noch gerettet werden kann.

Nach dem Ende der Bieterfrist für die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki wird zunächst mit vier potenziellen Käufern verhandelt. Das hat der Gläubigerausschuss entschieden, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther mitteilte. Um wen es sich bei den Bietern handelt, wollte Flöther mit Blick auf die zugesicherte Vertraulichkeit nicht sagen. Zunächst war von zwei potenziellen Käufern die Rede gewesen. Diese Zahl wurde später vom Sprecher des Insolvenzverwalters korrigiert.

Niki Lauda | Bildquelle: dpa
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Niki Lauda hat weiter Interesse an einer Niki-Übernahme.

Der Verwalter hat demnach Zeit bis Ende Dezember, eine Investorenlösung für den Niki-Geschäftsbetrieb zu finden. "Die Aussichten dafür stehen gut", sagte Flöther. "Das Interesse der Bieter ist groß, und ich bin zuversichtlich, das es möglich ist, große Teile des Geschäftsbetriebes und zahlreiche Arbeitsplätze in Österreich und Deutschland zu erhalten."

Insgesamt seien bis Donnerstag Angebote von sechs "strategischen Interessenten" für weite Teile des Niki-Geschäftsbetriebs eingegangen, hieß es weiter. Fünf von ihnen seien verbindlich. Bereits vor Ablauf der Frist hatte Airline-Gründer und Ex-Rennfahrer Niki Lauda erklärt, verbindlich mitzubieten. Weitere Interessenten sollen unter anderem die British-Airways-Mutter IAG, der Reisekonzern Thomas Cook (Condor) und die Tuifly sein.

Verkauf von Niki
tagesschau 20:00 Uhr, 22.12.2017, Griet von Petersdorff, ARD Berlin

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Bieter müssen frisches Geld zur Verfügung stellen

Flöther führte den Angaben zufolge am Mittwoch in Wien Gespräche mit österreichischen Aufsichtsbehörden. "Die Behörden waren sehr aufgeschlossen und entgegenkommend", sagte er. "Sollten wir bis Ende Dezember einen unterschriftsreifen Vertrag haben, ist es sogar möglich, dass die Frist noch um ein paar Tage verlängert wird."

Lucas Flöther | Bildquelle: dpa
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Flöther führte den Angaben zufolge am Mittwoch in Wien Gespräche mit österreichischen Aufsichtsbehörden.

Für Käufer ist es wichtig, dass die attraktiven Start- und Landerechte von Niki - die sogenannten Slots - nicht verfallen. Dennoch läuft die Zeit davon. Niki brauche dringend frisches Geld, um die laufenden Kosten zu decken, die trotz der Einstellung des Flugbetriebs täglich anfielen, hieß es weiter.

"Ein Investor muss deshalb bereit und in der Lage sein, noch vor dem Betriebsübergang die Mittel zur Verfügung zu stellen, die für den laufenden Betrieb benötigt werden", so Flöther. Dies hätten die beiden Bieter, mit denen nun weiter verhandelt werde, auch in Aussicht gestellt. "Ohne diese Finanzierung wäre eine Betriebsstilllegung nicht zu vermeiden."

Die österreichische Airline Niki soll bis spätestens Anfang Januar verkauft werden. Sie hatte vor mehr als einer Woche Insolvenz angemeldet, nachdem die Übernahme durch die Lufthansa wegen Bedenken der EU-Wettbewerbshüter geplatzt war. Niki gilt als besonders attraktiver Unternehmensteil der ebenfalls insolventen Air Berlin.

Über dieses Thema berichteten am 22. Dezember 2017 die tagesschau um 16:00 Uhr und NDR Info um 14:15 Uhr.

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