Polizeiaktion in London und Reykjavik Neun Festnahmen wegen Kaupthing-Pleite

Stand: 09.03.2011 14:24 Uhr

Konzernzentrale der isländischen Kaupthing-Bank
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Die isländische Kaupthing-Bank warb lange um Einlagen deutscher Sparer auf Festgeldkonten.

Die Londoner Finanzpolizei hat sieben Geschäftsleute, darunter die aus dem Iran stammenden Immobilien-Investoren Robert und Vincent Tschenguiz, in Zusammenhang mit der Pleite der isländischen Kaupthing-Bank festgenommen. In einem Statement erklärten sie, sie seien voller Vertrauen, wieder freigelassen zu werden. In der isländischen Hauptstadt Reykjavik wurden zwei weitere Männer in Gewahrsam genommen.

Kaupthing war eine von drei Banken in Island, die auf dem Höhepunkt der Kreditkrise 2008 in Konkurs gingen. Betroffen waren auch Hunderte deutscher Sparer. Sie hatten Geld auf Kaupthing-Konten überwiesen, weil die Bank großzügige Zinsen versprochen hatte. Ein Teil des Geldes wurde inzwischen wieder zurückgezahlt.

Die Bankenpleiten hatten Island in eine schwere Wirtschaftskrise gestürzt. Bereits zuvor waren in Island mehrere Personen festgenommen worden, denen Marktmanipulation und Betrug im Vorfeld der Krise vorgeworfen wurden.

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