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Wirtschaft
Einigung im Karstadt-Mietstreit absehbar
Neue Hoffnung für Karstadt

Einigung im Mietstreit absehbar

Karstadt Schriftzug Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Der Verkauf von Karstadt rückt nach der Einigung über die Miethöhe für 86 Filialen näher. ]
Eine Rettung von Karstadt rückt näher: Im Streit über die Sanierung des 25.000 Mitarbeiter zählenden Warenhauskonzerns zeichnet sich eine Lösung zwischen Eigner Berggruen und dem Vermieterkonsortium Highstreet ab. "Wir haben den Weg zu einer Einigung freigemacht", sagte Alexander Dibelius, Deutschland-Chef von Goldman-Sachs, der "Bild am Sonntag". Die US-Investmentbank, die hinter dem Vermieterkonsortium steht, habe beim Mietvertrag weitere Zugeständnisse gemacht, betonte Dibelius.

Weiter Zweifel am Berggruen-Konzept

Diese hatte der Investor Nicolas Berggruen gefordert, um die Warenhäuser sanieren zu können. Ohne Einigung kann der Kaufvertrag nicht umgesetzt  werden. Skeptisch zeigte sich Dibelius jedoch, ob Berggruen die Warenhauskette dauerhaft über die Runden bringt: "Es bleiben unsere Fragezeichen im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Unternehmenskonzepts der Berggruen-Holding bestehen." Berggruen müsse nun beweisen, dass er Karstadt wie versprochen ohne Entlassungen und Filial-Schließungen in die Zukunft führen könne. Er hoffe, dass der konstruktive Einsatz von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen und die Vorfestlegung von ver.di auf Berggruen sich auszahle, sagte Dibelius weiter.

Einigt sich die Gläubigerversammlung auf Berggruens Konzept, kann das Insolvenzgericht dem Bericht zufolge am 10. August dem Insolvenzplan zustimmen. Dann werde Berggruens Kaufvertrag rechtskräftig. "Wir freuen uns zu hören, Highstreet beabsichtige den Vertragsvorschlag zu akzeptieren, dem die Kreditgeber und weitere Gläubiger bereits zugestimmt haben", sagte Berggruen der "Bild am Sonntag".

Kreditfrage immer noch ungelöst

Ungelöst ist jedoch weiterhin das Problem mit der Valovis Bank, bei der Highstreet einen Kredit über 850 Millionen Euro aufgenommen hat. Das Institut will als Gläubiger möglichst schnell aussteigen, da es seine Sicherheiten durch die mit Berggruen ausgehandelten niedrigeren Mieten in Gefahr sieht. "Wenn es gelingt, eine Einigung zwischen Herrn Berggruen und dem Vermieterkonsortium Highstreet zu erzielen, so soll uns das freuen, sofern unser Kredit im vereinbarten Rahmen abgesichert ist", erklärte der Valovis-Bank-Chef Robert Gogarten.

Stand: 25.07.2010 17:23 Uhr
 

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