Eine Innogy-Batterie-Aufladestation vor der RWE-Zentrale | Bildquelle: AP

Innogy-Übernahme 5000 Stellen bedroht

Stand: 12.03.2018 21:54 Uhr

Die Zerschlagung des Energiekonzerns Innogy könnte Tausende Arbeitsstellen kosten. Das kündigt der Energiekonzern E.ON an. Langfristig sollen allerdings neue Arbeitsplätze entstehen.

Der Energiekonzern E.ON rechnet nach der Übernahme des Netz- und Vertriebsgeschäfts der RWE-Tochter Innogy mit dem Abbau von bis zu 5000 Arbeitsplätzen. Das seien weniger als sieben Prozent der insgesamt deutlich mehr als 70.000 Stellen bei der dann erweiterten E.ON, teilten E.ON und RWE mit.

Konzern erwartet Synergien

Gleichzeitig rechnet E.ON allerdings damit, dass im kommenden Jahrzehnt Tausende neue Arbeitsplätze geschafft werden können. Der Konzern erwartet zudem jährliche Synergieeffekte von 600 bis 800 Millionen Euro - die sollen ab 2022 realisiert werden.

Erneuerbare Energien bei RWE

Die Vereinbarung zwischen den Konzernen sieht vor, dass E.ON zunächst den RWE-Anteil von rund 77 Prozent an Innogy komplett übernimmt und im Gegenzug RWE mit 16,7 Prozent am eigenen Unternehmen beteiligt. Anschließend sollen die Unternehmensaktivitäten so getauscht werden, dass E.ON das komplette Netz- und Vertriebsgeschäft von Innogy erhält. Die erneuerbaren Energien sollen unter dem Dach von RWE vereint werden. Zudem sieht die Vereinbarung eine Zahlung von RWE an E.ON in Höhe von 1,5 Milliarden Euro vor. Den Innogy-Minderheitsaktionären macht E.ON ein Übernahmeangebot im Gesamtwert von 40 Euro je Aktie. Am Dienstag wollen die Konzerne Details der künftigen Aufteilung vorstellen.

Energiekonzern Innogy vor Zerschlagung: J. Döschner, ARD Köln, mit Informationen
12.03.2018

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Aufsichtsräte haben zugestimmt

Der RWE-Aufsichtsrat hat der Vereinbarung zugestimmt, die auf eine Zerschlagung der RWE-Tochter Innogy hinausläuft. Der E.ON-Aufsichtsrat gab bereits am Sonntag grünes Licht. Verbraucherschützer warnen die Konzerne allerdings vor möglichen Nachteilen für die Kunden. Der Chef des Verbraucherzentralen-Verbands, Klaus Müller, betonte, dass die Konsequenzen des Deals etwa mit Blick auf die Strompreise genau geprüft werden sollten.

Ver.di und IG BCE sehen in zwei starken deutschen Energiekonzernen "Perspektiven für Wachstum und Arbeitsplätze". Die Gewerkschaften erwarten, dass es bei der Neuordnung keine betriebsbedingten Kündigungen gibt und bestehende Tarifverträge erhalten bleiben.

Merkel vertraut Konzernen

Kanzlerin Angela Merkel und die bei RWE einflussreichen NRW-Kommunen sehen die geplante Neuordnung bei den Energieriesen im Prinzip positiv. Merkel sagte in Berlin, sie habe Vertrauen in die Konzerne, dass diese die beste Variante wählten, wie sie die Energiewende schafften.

Innogy vor der Zerschlagung
Jörg Marksteiner, WDR
12.03.2018 21:37 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 12. März 2018 um 22:15 Uhr in den Nachrichten.

Darstellung: