Sonnenhungrige Besucher bevölkern den Strand des Ostseebades Binz.  | Bildquelle: dpa

Deutschland-Tourismus mit Rekordjahr Lieber Rügen als Antalya

Stand: 09.02.2017 11:26 Uhr

Ostsee, Allgäu, Bodensee: Das Reiseziel Deutschland ist beliebt wie noch nie. Im vergangenen Jahr wurde ein neuer Spitzenwert von 447,3 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste erreicht. Auch 2017 könnte der Trend anhalten.

Der Boom im Deutschland-Tourismus nimmt kein Ende. So stieg stieg Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von 447,3 Millionen. Damit war 2016 ist das siebte Rekordjahr in Folge.

Laut Statistischen Bundesamt übernachteten ausländische Gäste 80,8 Millionen mal in Deutschland. Das ist ein Prozent mehr als im Vorjahr. Noch beliebter ist Deutschland bei den eigenen Bürgern: Die Übernachtungszahlen aus dem Inland stieg um drei Prozent auf 366,5 Millionen.

Bei der Statistik wurden Herbergen mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten berücksichtigt. Dazu gehören Hotels, Pensionen, Jugendherbergen und Campingplätze. Laut einer Umfrage der Stiftung für Zukunftsfragen waren Mecklenburg-Vorpommern und Bayern die beliebtesten Ziele der Deutschen, die Urlaub im eigenen Land machten.

Martin Linne, Gesellschaft für TourismusForschung, zur Entwicklung des Tourismus in Krisengebieten
tagesschau24, 09.02.2017

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Weltweite Krisen sorgen für deutschen Boom

Ein Grund für den boomenden Deutschland-Urlaub sehen Experten in den vielen Krisenherden weltweit und zunehmenden Sicherheitsbedenken. So leidet etwa der Türkei-Tourismus unter Bombenanschlägen und der politischen Krise nach dem gescheiterten Militärputsch. Gegenüber 2015 verzeichnete die Türkei 2016 einen Einbruch von 40 Prozent.

Für 2017 sind die Erwartungen deutscher Tourismus-Experten verhalten optimistisch. Einerseits gebe es in wichtigen Märkten wie Brasilien oder Russland schwierige wirtschaftliche Bedingungen, so eine Sprecherin der Deutschen Zentrale für Tourismus. Zudem würden viele asiatischer Touristen sehr sensibel auf die Terrorgefahr in Europa - und damit auch Deutschland - reagieren.

Auf der anderen Seite könne man unter anderem mit dem Luther-Jahr, der Weltkunstausstellung documenta in Kassel oder der Elbphilharmonie in Hamburg punkten.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 09. Februar 2017 um 12:30 Uhr in der Wirtschaft.

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