Heizöllieferung

Höhere Energiepreise Inflationsrate gestiegen

Stand: 18.01.2017 11:41 Uhr

Steigende Energiepreise haben die Inflation in Deutschland auf 1,7 Prozent und im Euro-Raum auf durchschnittlich 1,1 Prozent steigen lassen. Teurer wurden vor allem Heizöl, Sprit und Lebensmittel.

Steigende Energiepreise haben die Inflation in Deutschland Ende 2016 auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren getrieben. Die Inflationsrate lag im Dezember bei 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte und damit seine vorläufigen Angaben bestätigte. Im Jahresdurchschnitt stiegen die Verbraucherpreise nur leicht um 0,5 Prozent.

Von Januar bis November lagen die Inflationsraten verglichen mit dem jeweiligen Vorjahresmonat demnach durchweg unter einem Prozent. Nachdem die Energiepreise in den ersten elf Monaten des Jahres 2016 stets zurückgegangen waren, zogen sie im Dezember um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat an.

Vor allem Heizöl und Sprit teurer

Dabei seien Mineralölprodukte mit einem Preisanstieg von 9,0 Prozent deutlich teurer geworden, teilten die Statistiker mit. Während sich leichtes Heizöl dabei um knapp 22 Prozent verteuerte, stiegen die Preise für Kraftstoffe um 6,0 Prozent.

Auch Lebensmittel waren im Dezember deutlich teurer als ein Jahr zuvor. Hier legten die Preise ebenfalls um 2,5 Prozent zu, wie die Statistiker weiter mitteilten. Teurer waren demnach insbesondere Speisefette und Speiseöle sowie Gemüse. Angesichts der Preisanstiege bei Energie und Nahrungsmitteln erhöhten sich den Angaben zufolge auch die Preise für Waren insgesamt, nämlich um 1,8 Prozent. Dienstleistungen, darunter Nettokaltmieten, waren 1,5 Prozent teurer.

Höhere Inflationsrate auch im Euro-Raum

Auch im Euro-Raum zogen die Preise im Dezember deutlich an: Um durchschnittlich 1,1 Prozent verteuerten sie sich im Durchschnitt, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Noch im November lag die Teuerungsrate bei lediglich 0,6 Prozent. Der kurzfristige Inflationsschub geht auch im Euro-Raum maßgeblich auf den Ölpreisanstieg zurück.

Trotz des Anstiegs ist die Teuerung immer noch niedriger als von der Europäischen Zentralbank (EZB) angepeilt, die am Donnerstag zur nächsten Zinssitzung zusammenkommt. Sie strebt einen Wert von knapp zwei Prozent an, der als ideal für die Konjunkturentwicklung gilt. Seit März 2015 pumpen die EZB und die nationalen Notenbanken monatlich Milliarden in das Bankensystem, um die Konjunktur anzukurbeln und das unerwünscht niedrige Preisniveau anzuheben. Sie verlängerten das Programm jüngst bis Ende Dezember 2017.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 18. Januar 2017 um 12:45 Uhr.

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