Flagge der IG Metall | Bildquelle: dpa

Empfehlung des Vorstands IG Metall für Recht auf kürzere Arbeitszeiten

Stand: 10.10.2017 12:53 Uhr

"Selbstbestimmte Arbeitszeiten, die zum Leben passen": In den Tarifverhandlungen für die Metall und Elektrobranche will die IG Metall das Recht auf kürzere Arbeitszeitmodelle durchsetzen. Daneben soll es auch um sechs Prozent mehr Lohn gehen.

Die IG Metall zieht voraussichtlich mit einer Forderung von sechs Prozent mehr Lohn und einem individuellen Recht auf Arbeitszeitverkürzung in die anstehende Tarifrunde. Der Gewerkschaftsvorstand sprach sich dafür aus, von den Arbeitgebern einen Anspruch auf eine zeitweilige Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden zu fordern.

Damit wolle die Gewerkschaft das "Zukunftsthema Arbeitszeit tariflich anpacken", erklärte IG-Metall-Chef Jörg Hofmann. Die rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie wollten "selbstbestimmte Arbeitszeiten, die zu ihrem Leben passen und wir wollen einen Anspruch darauf durchsetzen".

IG Metall fordert mehr Lohn und flexiblere Arbeitszeiten
tagesschau 17:00 Uhr, 10.10.2017, Arne Pollmann, HR

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Nun Tarifkommissionen am Zug

Außerdem empfiehlt der IG-Metall-Vorstand, in einigen Fällen einen Entgeltzuschuss zu fordern - etwa für Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit reduzieren, um Kinder zu betreuen oder Familienangehörige zu pflegen, sowie für Beschäftigte in Schichtarbeit oder anderen gesundheitlich belastenden Arbeitszeitmodellen.

Die regionalen Tarifkommissionen der Gewerkschaft beraten nun am 24. Oktober erneut über die Forderungsempfehlungen. Mit deren Beschlüssen will sich dann am 26. Oktober erneut der Vorstand befassen und die Forderung abschließend festlegen. Die Verhandlungen in den Tarifgebieten sollen am 15. November beginnen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Oktober 2017 um 14:00 Uhr.

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