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GfK-Konsumklimaindex Kauflust der Deutschen auf neuem Höchststand

Stand: 29.08.2017 09:58 Uhr

Der Konsumklimaindex in Deutschland hat den höchsten Wert seit Oktober 2001 erreicht. Laut den Autoren der GfK-Studie ist die gute Beschäftigungslage ein zentraler Grund für das gute Konsumklima. Die Erwartungen der Konsumenten gingen aber zurück.

Die Konsumlaune in Deutschland bleibt trotz Terrorgefahr und internationalen Krisen weitgehend ungetrübt. Die glänzende Lage auf dem Arbeitsmarkt sorge weiter für Optimismus, meldete das Marktforschungsinstitut GfK in seiner Konsumklimastudie.

Für den Wahlmonat September prognostizierten sie ein Konsumklima von 10,9 Punkten. Das entspricht einem Anstieg von 0,1 Zählern im Vergleich zum August und der höchste Wert seit Oktober 2001. Die Konsumstimmung in Deutschland sei "weiterhin auf einem stabilen Wachstumskurs".

Allerdings sank die Konjunkturerwartung, nachdem sie zuvor seit April stetig gewachsen war, wie die Marktforscher mitteilten. Demnach verlor der Wert im August 14,2 Zähler und fiel auf 30,4 Punkte. Möglicherweise seien die Verbraucher verunsichert, wie sich die Diesel-Diskussion und zahlreiche Konfliktherde in der Welt auf die Wirtschaft auswirken werden, mutmaßten die Forscher.

Rückgang nur ein Ausrutscher

Für das Gesamtbild sehen die Autoren keinen Grund zur Besorgnis. Die Erwartung an das eigene Einkommen stieg laut der Studie auf einen Rekordwert. Und die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen bleibe hoch, die Sparneigung gering. Der Rückgang der Konjunkturerwartung sei eher als "Ausrutscher" zu betrachten, sagte Konsumforscher Rolf Bürkl.

Die Konsumklimastudie des Marktforschungsunternehmens GfK wird seit 1980 erhoben. Sie basiert auf monatlich rund 2000 Interviews mit Verbrauchern.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 29. August 2017 um 11:00 Uhr in den Wirtschaftsnachrichten.

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