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Fünf Standorte betroffen GE streicht 1600 Jobs in Deutschland

Stand: 07.12.2017 12:30 Uhr

Auch der Siemens-Konkurrent General Electric antwortet mit Personalabbau auf Probleme. In der Kraftwerkssparte kündigte der US-Konzern Einschnitte an fünf Standorten in Deutschland an. 1600 Mitarbeiter müssen demnach gehen.

Der US-Industriekonzern General Electric (GE) hat Einschnitte in seiner Kraftwerkssparte in Deutschland angekündigt. An den Standorten Mannheim, Stuttgart, Berlin, Mönchengladbach und Kassel sollen zusammen 1600 Arbeitsplätze wegfallen, wie die GE-Deutschlandsparte mitteilte. Die Fertigung von "GE Power Conversion" in Berlin und von "GE Grid Solutions" in Mönchengladbach werde geschlossen.

Jobabbau möglichst sozialverträglich

Logo des Konzerns General Electric an einem Firmengebäude | Bildquelle: REUTERS
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Nicht nur deutsche Standorte trifft der Stellenabbau - auch in der Schweiz müssen 1400 GE-Mitarbeiter gehen.

Der Konzern informierte die Mitarbeiter nach eigenen Angaben über diese Pläne und kündigte Gespräche mit Arbeitnehmervertretern an. Ziel sei es, die Einschnitte so sozialverträglich wie möglich zu gestalten, sagte GE-Deutschlandchef Alf Henryk Wulf. Das Unternehmen begründete die Schritte in seiner Energiesparte mit dem starken Preisdruck und der geringen Nachfrage nach konventionellen Kraftwerken.

GE beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben an mehr als 50 Standorten rund 10.000 Mitarbeiter. Der Konzern hatte Anfang 2016 bereits die Streichung Tausender Stellen in Europa angekündigt, in Deutschland war vor allem Mannheim betroffen. General Electric ist auch wegen hausgemachter Probleme unter Druck und versucht, mit einem Konzernumbau die Wende zu schaffen. So machte sich GE mit dem Kauf der Energiesparte von Alstom noch abhängiger vom schwankenden Öl- und Gasgeschäft.

Der Konzern will kommendes Jahr eine Milliarde US-Dollar weniger in der Energiesparte ausgeben. Es geht um strukturelle Kosten und das bedeutet, es fallen nicht nur in Deutschland Jobs weg. Weltweit könnten insgesamt 12.000 Mitarbeiter entlassen werden. Die Entscheidung sei schmerzhaft, aber notwendig, heißt es aus dem GE-Hauptquartier in Boston.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 07. Dezember 2017 um 12:01 Uhr.

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