US-Präsident Trump gibt in Anwesenheit von Paul Ryan (li.) und Foxconn-Chef Terry Gou (2. von re.) den Fabrikbau bekannt. | Bildquelle: REUTERS

Fabrik in Wisconsin Foxconn investiert, Trump jubelt

Stand: 27.07.2017 02:30 Uhr

Zehn Milliarden Dollar und Tausende Arbeitsplätze: Im Weißen Haus haben US-Präsident Trump und Foxconn-Chef Gou den Bau einer Fabrik für LCD-Bildschirme im US-Bundesstaat Wisconsin bekannt gegeben. Auch den Grund für die Investition nannte Trump: sich selbst.

Das taiwanesische Unternehmen Foxconn wird im US-Bundesstaat Wisconsin für rund zehn Milliarden US-Dollar (etwa 8,5 Mrd. Euro) ein neues Werk bauen. US-Präsident Donald Trump kündigte den Bau der Fabrik feierlich im Weißen Haus an. Trump sagte, das Werk werde zu Beginn 3000 "amerikanischen Arbeitern" einen neuen Job bieten. Viele weitere würden folgen, versprach er. Das Potenzial liege bei 13.000 Arbeitsplätzen. Die Fabrik soll LCD-Bildschirme herstellen und 2020 fertig sein. Foxconn gehört der Flachbild-TV-Pionier Sharp.

Donald J. Trump @realDonaldTrump
Thank you Foxconn, for investing $10 BILLION DOLLARS with the potential for up to 13K new jobs in Wisconsin! MadeInTheUSA���� https://t.co/jJghVeb63s

Nach Angaben des Gouverneus von Wisconsin, Scott Walker, wird es staatliche Finanzhilfen von etwa drei Milliarden Dollar für Foxconn geben. Steueranreize würden dabei über 20 Jahre gestreckt.

Selbstbewusster Trump

Dies sei ein großartiger Tag für alle, die an die Marke "Made in the USA" glaubten, so Trump. Im Beisein von Foxconn-Chef Terry Gou sagte Trump: "Wäre ich nicht gewählt worden, würde er unter Garantie keine zehn Milliarden Dollar investieren."

Das Thema neuer Arbeitsplätze in den USA war 2016 ein Schwerpunkt des Wahlkampfs von Trump. Die Foxconn-Fabrik liegt im Heimatstaat Paul Ryans, des einflussreichen republikanischen Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses.

Foxconn ist hauptsächlich dafür bekannt, für Apple iPhones in China zusammenzubauen. Das Engagement in den USA lief nicht immer reibungslos. 2013 versprach Foxconn Investitionen von 30 Millionen Dollar und 500 Arbeitsplätze in Pennsylvania - die Fabrik wurde dann aber nie gebaut.

Über dieses Thema berichtete der WDR5 am 28. Juli 2017 um 23:05 Uhr in der Sendung Profit.

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