Ein Bus des Fernbusanbieters Flixbus | Bildquelle: dpa

Fernbusanbieter Flixbus will auf den US-Markt

Stand: 08.11.2017 11:58 Uhr

In Europa beherrscht Flixbus bereits den Fernbusmarkt. Jetzt drängt das Unternehmen in die USA. Von Los Angeles aus sollen die grünen Busse im kommenden Jahr die Westküste erobern und Platzhirsch Greyhound Konkurrenz machen.

Am Standort Los Angeles wird Flixbus in den kommenden Monaten einen Firmensitz aufbauen und den US-amerikanischen Markt analysieren. Bis zum Sommer 2018 will der Fernbusanbieter auf den ersten Strecken in Kalifornien fahren. Einen genauen Starttermin gibt es aber noch nicht.

Der amerikanische Mobilitätsmarkt wandele sich, so Flixbus-Geschäftsführer André Schwämmlein in einer Mitteilung. "Öffentliche Verkehrsmittel und nachhaltiges Reisen gewinnen zunehmend an Bedeutung." Daran wolle Flixbus teilhaben.

Mit kleinen Busfirmen gegen Greyhound

Streckenplanung, Marketing und Vertrieb will der europäische Marktführer weiter selbst übernehmen. Flixbus hat keine eigenen Busse, sondern bedient sich mittelständischer Busfirmen. "Nach demselben Prinzip soll auch in den Vereinigten Staaten ein Fernbus-Streckennetz entstehen", sagte Schwämmlein. Erste Gespräche mit möglichen Partnern gebe es bereits.

Das Münchner Unternehmen trifft in den USA auf traditionsreiche Konkurrenz: Größter Fernbusanbieter ist das 103 Jahre alte Unternehmen Greyhound mit zuletzt 18 Millionen Fahrgästen im Jahr sowie 7000 Angestellten.

Innerhalb von vier Jahren zum Marktführer in Deutschland

Flixbus wurde 2013 gegründet und verdrängte innerhalb weniger Jahre alle Konkurrenten auf dem deutschen Markt.

Gleichzeitig ist das Unternehmen einer der größten europäischen Anbieter und hatte im vergangenen Jahr europaweit etwa 30 Millionen Fahrgäste.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 08. November 2017 um 13:36 Uhr.

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