US-Notenbank Federal Reserve  | Bildquelle: AFP

Abbau der Bilanz US-Notenbank macht Ernst

Stand: 20.09.2017 21:02 Uhr

Wie erwartet will die US-Notenbank Federal Reserve ab Oktober mit dem Abbau ihrer auf 4,5 Billionen Dollar angeschwollenen Bilanz beginnen. Auch eine weitere Leitzinsanhebung noch in diesem Jahr steht auf der Agenda.

Die US-Notenbank Fed beginnt mit dem Abbau ihrer in den Jahren nach der Finanzkrise auf 4,5 Billionen Dollar angeschwollenen Bilanz. Die Währungshüter gaben in Washington bekannt, dass das bereits seit langem vorbereitete Manöver ab Oktober anlaufen soll.

Die Fed macht damit einen Schritt hin zur Normalität, da sie lange die Konjunktur mit einer Geldflut gestützt hat. Diese wird nun erstmals etwas eingedämmt.

Auslaufende Wertpapiere aus dem Bestand der Notenbank werden dann zu einem Teil nicht mehr ersetzt. Die bislang konstant gehaltene Bilanzsumme kann so nun monatlich um zweistellige Milliardensummen schrumpfen. Der Abbau erfolgt schrittweise, wobei sich das Tempo mit der Zeit erhöht.

Leitzins unverändert

Die Fed hatte die Anleihen nach der Finanzkrise von 2008 angehäuft, um die schwächelnde Wirtschaft zu stützen. Der Schritt spiegelt ein Wiedererstarken der Wirtschaft wider und könnte mit der Zeit höhere Zinsen auf Hypotheken und andere Darlehen bedeuten.

Wie stark das Portfolio letztlich verkleinert wird, ist noch offen: Dass das Vorkrisen-Niveau von unter einer Billion Dollar wieder erreicht wird, gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Ihren Leitzins beließ die Notenbank unverändert in einem Korridor von 1 bis 1,25 Prozent. Sie deutete jedoch an, dass es noch in diesem Jahr eine Erhöhung sowie drei weitere im Jahr 2018 geben könnte.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 20. September 2017 um 21:00 Uhr.

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