E.On-Logo vor Atomkraftwerk | Bildquelle: dpa

Neubewertung konventioneller Kraftwerke E.ON macht 2015 sieben Milliarden Euro Verlust

Stand: 09.03.2016 10:49 Uhr

Der größte deutsche Energiekonzern E.ON hat im Jahr 2015 einen Verlust von sieben Milliarden Euro gemacht. Das Unternehmen musste vor allem den Wert seiner Kohle- und Gaskraftwerke weiter nach unten korrigieren. Eine Aufspaltung soll E.ON Luft verschaffen.

Mitten im Konzernumbau ist der größte deutsche Energiekonzern E.ON noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Das Unternehmen schloss das Jahr 2015 mit einem Verlust von sieben Milliarden Euro ab, wie das Unternehmen mitteilte. Grund seien die im Herbst vorgenommenen Wertberichtigungen von 8,8 Milliarden Euro. 2014 lag das Minus bei gut drei Milliarden Euro.

Kohle- und Gaskraftwerke werden zum Problem

E.ON musste im vergangenen Jahr vor allem den Wert seiner Kohle- und Gaskraftwerke weiter nach unten korrigieren. Sie bringen wegen des abgestürzten Börsenstrompreises kaum noch Geld und mussten deshalb in der Bilanz neu bewertet werden.

Inzwischen spaltet sich E.ON auf: Das Kohle- und Gasgeschäft wurde zu Jahresbeginn in eine eigene Tochtergesellschaft namens Uniper überführt. E.ON konzentriert sich künftig auf das Geschäft mit den erneuerbaren Energien, den Betrieb von Energienetzen und Dienstleistungen. Auch das Atomgeschäft verbleibt auf Druck der Politik im Konzern.

Die Branche befinde sich in einem "grundlegenden strukturellen Umbruch", der sich auch 2016 fortsetzen werde, erklärte Eon-Chef Johannes Teyssen. Die Ausrichtung von Eon und Uniper "auf zwei Energiewelten" sei darauf "die richtige unternehmerische Antwort".

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