Kostüm von Darth Vader | Bildquelle: AFP

DLR wird irdisch Gegen die dunkle Seite im Netz

Stand: 24.07.2017 15:38 Uhr

Die Deutsche Luft- und Raumfahrtagentur beschäftigt sich naturgemäß mit höheren Sphären. Künftig will sich die DLR aber auch vermehrt irdischen Problemen widmen und beispielsweise Lösungen gegen die wachsende Cyberkriminalität anbieten.

Die wachsende Gefahr von Cyberkriminalität und die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft rufen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) verstärkt auf den Plan. Die Forschungseinrichtung und Raumfahrtagentur will künftig auch Lösungen zu "Bedrohungsszenarien" anbieten, wie aus einem DLR-Strategiepapier hervorgeht.

Zu den erweiterten Forschungsbereichen gehören neben Digitalisierung und Cybersicherheit auch Treibstoffe der Zukunft sowie chemische Hochleistungsspeicher. Verstärkt geforscht wird ferner zum schnellen Internet per Satellit und über "hochfliegende Plattformen" unter Einsatz lasergestützter Datenübertragung.

"Fit für die Zukunft"

Zu der Neuausrichtung des DLR sagte Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig: "Mit der neuen Strategie stellt sich das DLR aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftspolitischen Herausforderungen und macht sich fit für die Zukunft, insbesondere im Bereich der Digitalisierung."

Mit dem DLR stehe Wirtschaft und Industrie eine leistungsfähige Forschungsinfrastruktur zur Verfügung, von deren Kompetenz und Erfahrung sie profitieren könnten, sagte Machnig.

Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig
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Mit der Neausrichtung macht sich das DLR laut Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig fit für die Zukunft.

DLR-Chef Pascale Ehrenfreund hofft durch eine Verknüpfung von Kompetenzen aus der Luft- und Raumahrt, Energie, Verkehr, Sicherheit und Digitalisierung auf einen "spürbaren" Mehrwert.

Sieben Institute in sechs Bundesländern

Das DLR wird zudem mit sieben neuen Instituten in sechs Bundesländern gestärkt. Der Bund stellt dafür jährlich 42 Millionen Euro zur Verfügung.

In Augsburg, Dresden und in zwei Hamburger Instituten soll künftig die Digitalisierung der Luftfahrtforschung vorangetrieben werden. In Oldenburg werde zur Energiewende geforscht. Im künftigen Institut in Bremerhaven gehe es um den Schutz maritimer Infrastrukturen wie Häfen, Handelsrouten, Schiffe oder Windkraftanlagen auf dem Meer. Das DLR-Institut in Jena beschäftige sich mit der Analyse großer Datenmengen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 31. Juli 2017 um 16:45 Uhr.

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