Die London Stock Exchange (LSE).

Deutsche Börse und LSE Börsenfusion platzt offenbar

Stand: 27.02.2017 01:29 Uhr

Die Londoner Börse ist nicht bereit, weitere Geschäftsbereiche zu verkaufen. Dies hatte jedoch die EU-Kommission gefordert, um ihre Erlaubnis für die Fusion mit der Deutschen Börse zu geben. Damit steht der Zusammenschluss offenbar vor dem Aus.

Die geplante Fusion von Deutscher Börse und London Stock Exchange (LSE) steht offenbar vor dem Aus. Die LSE teilte mit, dass die EU-Kommission von ihr den Verkauf weiterer Geschäftsbereiche gefordert habe, um die Erlaubnis für den rund 25 Milliarden Euro schweren Zusammenschluss zu geben. Das Unternehmen sei dazu jedoch nicht bereit.

"Basierend auf der aktuellen Position der Kommission geht die LSE davon aus, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Kommission die Fusion genehmigen wird", so die LSE.

Fusion von Deutscher und Londoner Börse erneut vor dem Aus
tagesschau 20:00 Uhr, 27.02.2017, Sandra Scheuring, HR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Konflikt um MTS-Verkauf

Die EU-Kommission habe die LSE aufgefordert, ihre Mehrheitsbeteiligung an der italienischen Handelsplattform MTS aufzugeben, die im Geschäft mit europäischen Staatsanleihen und anderen Bonds aktiv ist, wie die Londoner mitteilten. MTS für sich trage zwar nicht wesentlich zu den Erträgen der LSE bei, das gesamte italienische Geschäft aber sehr wohl. Zudem habe die LSE große Zweifel, dass die Behörden in Italien einen MTS-Verkauf genehmigen würden. "Die LSE-Spitze ist davon überzeugt, dass ein solches Zugeständnis das wichtige Verhältnis mit den Behörden und das Geschäft in Italien und der gesamten Gruppe beschädigen würde."

Deshalb werde die Londoner Börse die Frist der EU-Kommission zur Einreichung weiter Zugeständnisse am Montag verstreichen lassen und keinen MTS-Verkauf anbieten. Die Deutsche Börse bestätigte in einer Mitteilung die Entscheidung der LSE, MTS nicht zu verkaufen.

Die Fusionspartner würden nun abwarten, wie die EU-Kommission die Situation bewerte. Mit einer Entscheidung sei bis Ende März zu rechnen. Die EU-Kommission äußerte sich zunächst nicht.

Beide Unternehmen hatten vor einem Jahr bestätigt, dass sie über einen Zusammenschluss verhandeln. Dass dieser nun vermutlich schon am Veto aus Brüssel scheitert, kommt für viele Experten überraschend.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Februar 2017 um 05:00 Uhr.

Darstellung: