Deutsche-Bank-Chef Cryan | Bildquelle: dpa

Deutsche Bank mit Rekordverlust "Ernüchternde" Erkenntnisse in Frankfurt

Stand: 21.01.2016 10:52 Uhr

Ein Rekordverlust ist nicht schönzureden - das weiß auch Deutsche-Bank-Chef Cryan. In einer Botschaft an die Mitarbeiter nennt er die schlechten Zahlen des Hauses "ernüchternd". Der unter ihm begonnene Umbau werde die Bank aber effizienter und stärker machen.

Die blaue Bank tiefrot - mit der Ankündigung eines Milliardenverlustes hat Deutsche-Bank-Chef John Cryan am späten Mittwoch Mitarbeiter und Analysten überrascht. Auf 6,7 Milliarden Euro beläuft sich nach vorläufigen Berechnungen das Minus für 2015. So schlecht hatte die Bank nicht einmal auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 abgeschnitten.

Entsprechend bewertete Cryan das Ergebnis in einer Botschaft an die Beschäftigten. Der Verlust sei "ernüchternd", räumte er ein und bezeichnete die Zahlen als Folge der neuen Strategie des Hauses.

Deutsche Bank verzeichnet Rekordverlust von 6,7 Milliarden Euro
tagesschau 20:00 Uhr, 21.01.2016, Oliver Feldforth, HR

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Die Verfehlungen der Vergangenheit

Der Bank machen vor allem Rechtsstreitigkeiten zu schaffen. Die Rückstellungen für solche und andere Skandale belaufen sich nun im Gesamtjahr auf 5,2 Milliarden Euro - allein im Schlussquartal war noch einmal eine gute Milliarde dazugekommen. Zudem drücken die Probleme im Privatkundengeschäft und beim Investmentbanking auf das Ergebnis.

Cryan hatte der Bank im vergangenen Jahr eine einschneidende und teure Schrumpfkur verordnet. Dazu gehört der Abbau von netto 9000 Stellen im Konzern. Auch das wirkt sich auf die Bilanz aus. Cryan zeigte sich dennoch überzeugt, dass sich die durch diese Schritte zu einer "starken, effizienten und gut geführten Institution" entwickeln werde.

Am Aktienmarkt zeigten sich die Anleger indes zunächst wenig überzeugt von den Erfolgsaussichten des Kredithauses. Die Aktie gab im frühen Handel um mehr als sechs Prozent nach und sank damit auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren.

Größter Jahresverlust in der Geschichte der Bank

Es ist der bisher größte Jahresverlust für den deutschen Branchenprimus und der zweite seit 2008. In der Finanzkrise hatte die Deutsche Bank erstmals in einem Gesamtjahr rote Zahlen geschrieben und rund 3,9 Milliarden Euro Verlust gemacht. Für 2014 hatte die Deutsche Bank noch rund 1,7 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen - mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor.

Details zum abgelaufenen Geschäftsjahr will Cryan am 28. Januar präsentieren. Der Brite hatte den Posten als Co-Sprecher im vergangenen Juli übernommen. Im kommenden Mai soll er alleiniger Sprecher des Vorstands werden.

Rekordverlust bei der Deutschen Bank
A. Gielen, DLF
21.01.2016 06:53 Uhr

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