Christian Sewing | Bildquelle: picture alliance / SvenSimon

Deutsche-Bank-Vorstand Sewing soll offenbar Cryan ablösen

Stand: 08.04.2018 14:31 Uhr

Noch heute will der Aufsichtsrat der Deutschen Bank über die Zukunft des Vorstandschefs Cryan entscheiden. Wie der HR erfuhr, soll der bisherige Vorstandsvize Sewing den erfolglosen Engländer ablösen.

Deutsche-Bank-Vizechef Christian Sewing soll offenbar an die Spitze des Kreditinstituts rücken. Das erfuhr der Hessische Rundfunk. Aufsichtsratschef Paul Achleitner wolle Sewing als Nachfolger des jetzigen Vorstandsvorsitzenden John Cryan benennen. Den Wechsel wolle Achleitner dem Kontrollgremium am Abend vorschlagen. Sewing solle zur Hauptversammlung im Mai die Führung übernehmen. Von der Bank gibt es noch keine offizielle Bestätigung.

Seit drei Jahrzehnten bei der Bank

Sewing ist neben Marcus Schenck einer der beiden Vizechefs des größten deutschen Geldhauses und leitet die Privatakundensparte. Der 47-Jährige ist in der Deutschen Bank groß geworden, er arbeitet seit rund drei Jahrzehnten für das Geldhaus. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann in der Bielefelder Filiale war er vor allem in der Risikokontrolle tätig. 2015 stieg er in den Vorstand auf, im vergangenen Jahr wurde er zusammen mit Schenck zum Co-Vorstandschef ernannt.

Deutsche Bank berät über Zukunft von Vorstandschef John Cryan
tagesschau 20:00 Uhr, 08.04.2018, Klaus-Rainer Jackisch, HR

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Anhaltende Verluste seit Cryans Amtsantritt

Die Deutsche Bank hatte am Samstag bestätigt, dass noch heute über die Zukunft des angeschlagenen Vorstandschefs Cryan beraten werde. Der Aufsichtsrat werde sich am Abend in einer Sondersitzung mit der Personalie beschäftigen, teilte das Geldhaus in einer knappen Pflichtveröffentlichung mit.

Deutsche-Bank-Aufsichtratschef Paul Achleitner | Bildquelle: REUTERS
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Aufsichtsratschef Achleitner steht unter Druck, die Führungsfrage schnell zu klären.

Cryan war 2015 als Sanierer angetreten, um die Deutsche Bank aus der Krise zu steuern. In den vergangenen Monaten erlitt der 57-jährige Brite aber mehrere Rückschläge. Für 2017 meldete die Bank - vor allem wegen der US-Steuerreform - das dritte Verlustjahr in Folge. Auch das operative Geschäft im Anleihehandel und im Investmentbanking läuft nicht wunschgemäß. Investoren warfen Cryan vor, er sei zwar ein Kostensparer, habe aber keine Vision, wie die Deutsche Bank wieder Geld verdienen könne.

Angesichts dieser Entwicklung war vor zwei Wochen durchgesickert, dass Aufsichtsratschef Achleitner mit der Suche nach einem Nachfolger für den Briten begonnen habe. Der Druck auf Achleitner ist groß, in der Führungsdebatte rasch für Klarheit zu sorgen. Cryans Vertrag läuft offiziell noch bis zum Jahr 2020.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 08. April 2018 um 10:24 Uhr.

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