Die Hochhäuser der Deutschen Bank in Frankfurt am Main | Bildquelle: REUTERS

Strafe gegen Deutsche Bank 600 Millionen Euro für Russland-Affäre

Stand: 31.01.2017 06:02 Uhr

Die Deutsche Bank kann eine ihrer juristischen Altlasten deutlich günstiger beilegen als befürchtet. In einem Geldwäsche-Skandal in Russland kommt sie mit Strafen von umgerechnet knapp 600 Millionen Euro davon. Die Bank selbst hatte offenbar mit mehr gerechnet.

Die Geldwäsche-Affäre in Russland kommt die Deutsche Bank weniger teuer zu stehen als befürchtet. Die New Yorker Finanzaufsichtsbehörde DFS verhängte eine Strafe von umgerechnet knapp 400 Millionen Euro gegen das größte deutsche Geldhaus. Rund 200 Millionen Euro muss die Bank voraussichtlich in der gleichen Angelegenheit an die britische Bankenaufsicht FCA zahlen. Die Deutsche Bank hatte laut Finanzkreisen rund eine Milliarde Euro für den Fall zurückgestellt.

Die Aufsichtsbehörden warfen der Bank vor, dass ihr zu lange nicht aufgefallen war, dass russische Kunden mit Aktienkäufen und -verkäufen über die Bank Rubel in Dollar wuschen - insgesamt zehn Milliarden Dollar. Die Geschäfte waren über die Moskauer und die Londoner Niederlassung abgewickelt worden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. Januar 2017 um 04:42 Uhr.

Darstellung: