Ein Güterzug der Deutschen Bahn | Bildquelle: dpa

Probleme im Güterverkehr Bahn macht 1,3 Milliarden Euro Verlust

Stand: 16.03.2016 11:17 Uhr

Erstmals seit mehr als zehn Jahren ist die Deutsche Bahn wieder in die roten Zahlen gerutscht. Der Konzern schloss das Jahr 2015 mit einem Verlust von 1,3 Milliarden Euro ab. Grund für das Minus sind laut Bahn vor allem Abschreibungen im schlecht laufenden Güterverkehr und Kosten für den Konzernumbau.

Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro gemacht. Das teilte das Unternehmen in Berlin mit. Es ist das erste Defizit seit zwölf Jahren. Im Jahr zuvor hatte der Konzern noch einen Gewinn von 988 Millionen Euro erwirtschaftet.

Milliardenverlust bei der Bahn
tagesschau 14:00 Uhr, 16.03.2016, Andreas Jöhrens, rbb

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Konzernumbau sorgt für hohen Verlust

Als Gründe für den Verlust nannte die Bahn zum Beispiel Sonderabschreibungen im Schienengüterverkehr und Sonderbelastungen durch den Konzernumbau. Der Umsatz des Konzerns erhöhte sich um 1,9 Prozent auf den Rekordwert von 40,5 Milliarden Euro. "Wir haben nicht das erreicht, was wir uns vorgenommen haben", sagte Bahnchef Rüdiger Grube. Der bereits eingeleitete Konzernumbau und das Programm "Zukunft Bahn" solle das Unternehmen zurück in die Erfolgsspur führen.

Bahn-Chef Rüdiger Grube | Bildquelle: dpa
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Bahn-Chef Rüdiger Grube: "Wir haben nicht das erreicht, was wir uns vorgenommen haben."

Bereits gestern waren neue Informationen zum Konzernumbau bekannt geworden. Demnach reagiert die Bahn offenbar mit deutlichen Einschnitten auf ihre Probleme im Güterverkehr. Fast 500 Verladeplätze bei Kunden - und damit rund ein Drittel aller Verladestellen - stehen laut der Nachrichtenagentur Reuters auf einer internen Streichliste des Staatskonzerns. Die Schwerpunkte der geplanten Schließungen liegen demnach in Nord- und Ostdeutschland.

Tausende Stellen in Gefahr

Als Konsequenz sollen beim Güterverkehr nach Angaben aus Unternehmenskreisen rund 3500 von insgesamt rund 20.000 Stellen in Deutschland wegfallen. Eine Projektgruppe der Bahn unter Beteiligung der Unternehmensberatung McKinsey hatte ursprünglich sogar den Abbau von bis zu 5000 Stellen ins Auge gefasst. Bei der Bahn war zunächst niemand für einen Stellungnahme zu erreichen.

Dem Reuters-Bericht zufolge umfasst die interne Liste mit dem Vermerk "Wegfall" 498 Verladestellen, die von größeren wie Bamberg-Hafen mit fast 200.000 Tonnen Güterumschlag bis hin zu kleineren wie Ferch-Lienewitz in Brandenburg mit 1000 Tonnen reichen.

Verluste trotz Fahrgastrekord - Jahresbilanz der Deutschen Bahn
D. Nürnberger, DLF
16.03.2016 16:19 Uhr

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