Silhouette eines Arbeiters zwischen Rohren

Oktober 2014 Sorgen um deutsche Wirtschaft

Stand: 03.11.2014 17:16 Uhr

Auch in Deutschland grassiert plötzlich die Angst vor einer Rezession. Der IWF und führende Konjunkturforscher senken ihre Wachstumsprognose für 2014 deutlich. Beim Stresstest der Europäischen Zentralbank fallen 25 von 130 Banken durch.

06. Oktober 2014: Griechenland erwartet 2015 ein starkes Wirtschaftswachstum.

07. Oktober 2014: Der IWF senkt seine Wachstumprognose für Deutschland auf 1,4 Prozent in diesem Jahr - 0,5 Punkte weniger als im Juli erwartet. Für das kommende Jahr erwartet er 1,5 Prozent.

08. Oktober 2014: Nach Ansicht des IWF sind die Banken weltweit auch nach der Finanzkrise immer noch viel zu schwach, um die Wirtschaft nach vorne zu bringen. Dies gelte vor allem für die Eurozone.

09. Oktober 2014: Die führenden Konjunkturforscher senken ihre Wachstumsprognose für Deutschland in diesem Jahr auf 1,3 Prozent. Im Frühjahr waren sie noch von 1,9 Prozent ausgegangen. Die Bundesregierung sei für diese Entwicklung mitverantwortlich.

13. Oktober 2014: Die Ankündigung der EZB, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen, beruhigte im Sommer 2012 die Eurokrise. Nun prüft der Europäische Gerichtshof, ob die Notenbank mit der Maßnahme ihre Kompetenzen überschritten hat.

14. Oktober 2014: Die Bundesregierung senkt ihre Wachstumsprognose für 2014 von 1,8 auf 1,2 Prozent. Auch für 2015 korrigiert sie die Aussichten nach unten.

20. Oktober 2014: Deutschland und Frankreich beraten auf einem Ministertreffen über die Wirtschaftskrise in Europa.

21. Oktober 2014: China sorgt sich wegen des schwächsten Quartalswachstums seit Jahren.

23. Oktober 2014: Die Arbeitslosigkeit in Spanien sinkt auf den niedrigsten Stand seit Jahren - und bleibt dennoch hoch.

24. Oktober 2014: Sechs Karstadt-Häuser schließen - weitere sollen folgen.

25. Oktober 2014: In Rom gehen Hunderttausende Menschen gegen die Arbeitsmarktreformen von Ministerpräsident Renzi auf die Straße.

26. Oktober 2014: Beim Stresstest der Europäischen Zentralbank fallen 25 der 130 untersuchten Banken durch. In Deutschland hat lediglich die Münchner Hypothekenbank Probleme.

27. Oktober 2014: Trotz positiver Ergebnisse beim Stresstest: Die Kapitaldecke vieler, auch deutscher Banken bleibt dünn. Und die Ertragslage der Branche ist prekär.

28. Oktober 2014: Neue Sparrunde bei der britischen Großbank Lloyds: Das teilverstaatlichte Institut will in den kommenden Jahren 9000 Stellen streichen und 150 Filialen schließen. Die EU-Kommission legt ihren Haushaltsstreit mit Frankreich und Italien vorerst bei. Nach Zugeständnissen der Regierungen in Paris und Rom billigt Wirtschaftskommissar Katainen die Haushaltspläne.

29. Oktober 2014: Die US-Notenbank Fed verkündet das Ende ihres milliardenschweren Kaufprogramms für Staatsanleihen.

30. Oktober 2014: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sinkt auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren. Die US-Wirtschaft wächst zwischen Juli und September überraschend stark.

31. Oktober 2014: In der Papier- und Kunststoffverarbeitung einigen sich die Tarifparteien auf eine Erhöhung der Löhne um 2,4 Prozent im laufenden Jahr und um weitere 2,6 Prozent im Jahr 2015. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone verharrt bei 11,5 Prozent. Russlands Notenbank erhöht erneut den Leitzins.

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