Chinas Ministerpräsident Li | Bildquelle: dpa

Premier Li zu Besuch in Berlin Chinas Traumpartner heißt Deutschland

Stand: 27.05.2013 15:41 Uhr

China peilt eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland an. Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang versprach eine privilegierte Partnerschaft in Bereichen wie dem Dienstleistungssektor und dem Gesundheitswesen. Beide Länder sollten verstärkt in der Logistik, der Bildung und Ausbildung sowie der medizinischen Betreuung zusammenarbeiten, sagte er bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern in Berlin. "China ist gewillt, diesen Raum bevorzugt Deutschland zu öffnen", sagte Li.

Er verwies darauf, dass sich die Volkswirtschaften beider Länder vor allem in der Fertigungsindustrie ideal ergänzten. "Made in China" sei noch im Entstehen, "Made in Deutschland" sei bereits ausgreift. "Wenn wir beides ideal und optimal kombinieren, dann entsteht daraus ein Traumpaar", erklärte Li. Beide Länder könnten Hand in Hand auch Märkte in anderen Staaten erschließen.

China verspricht weitere Marktöffnung

Der neue chinesische Ministerpräsident versprach auch, dass seine Regierung den chinesischen Markt weiter für ausländische Firmen öffnen werde. "China wird unbeirrbar die Reformen und die Öffnung nach außen vorantreiben", sagte er und warb darum, dass mehr Unternehmen nach China kommen. Li sagte zu, dass ausländische Unternehmen eine faire Konkurrenz erwarte und geistiges Eigentum noch intensiver geschützt werde. "Daran kommen wir nicht vorbei, das ist eine strategische Entscheidung Chinas."

Mit seiner Aussage reagiert er auch auf eine Forderung von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler. Dieser mahnte bei einem Treffen mit Li mehr Einsatz für den Schutz des geistigen Eigentums an. Rösler rief zugleich die chinesischen Investoren dazu auf, sich stärker in Deutschland zu engagieren.

Bundeswirtschaftsminister Rösler mit Chinas Premier Li | Bildquelle: AFP
galerie

Mit Bundeswirtschaftsminister Rösler sprach Chinas Premier Li über Fragen wie den Schutz des geistigen Eigentums ...

Chinas Premier Li bei einem Arbeitsfrühstück mit Bundeskanzlerin Merkel | Bildquelle: REUTERS
galerie

... beim Arbeitsfrühstück mit Bundeskanzlerin Merkel ging es auch um die Menschenrechte in China und um die Freiheit der Künste.

Rösler lehnt Strafzölle ab

Im aktuellen Streit zwischen der EU und China um den Preiskampf in der Solarindustrie wandte sich Rösler gegen die von der EU-Kommission geplanten Strafzölle für chinesische Solarmodule. Deutschland habe sich am Vormittag in Brüssel gegen diesen Schritt ausgesprochen und mit Nein gestimmt, sagte der FDP-Politiker. Es bestehe keine Notwendigkeit für Sanktionsmaßnahmen. Zuvor hatte sich bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen Strafzölle ausgesprochen, aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen.

Am Morgen traf die Kanzlerin erneut mit Li zu einem Gespräch zusammen. Dabei standen die Menschenrechtslage in China und die Freiheit der Künste im Mittelpunkt. Merkel habe auch den Fall des chinesischen Künstlers und Regimekritikers Ai Weiwei zur Sprache gebracht, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Er betonte, die Bundesregierung sei zufrieden, dass auch die chinesische Seite den Menschenrechtsdialog intensiv fortführen wolle. Dies seien die richtigen Formate, um auf allmähliche und dauerhafte Fortschritte hinzuarbeiten.

Die SPD will den deutsch-chinesischen Dialog über Menschenrechte auch auf Parteiebene führen. Das kündigte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nach einem Treffen mit Li an. Das Treffen mit der Spitze der Kommunistischen Partei Chinas soll schon im Juni stattfinden. Erörtert wurde bei dem Gespräch, an dem auch SPD-Chef Sigmar Gabriel teilnahm, laut Steinbrücks Angaben auch die Lage auf der koreanischen Halbinsel. Li habe das chinesische Interesse an einer Denuklearisierung der Region deutlich gemacht.

Deutschland und China wollen ihre Wirtschaftsbeziehungen weiter vertiefen
tagesschau 20:00 Uhr, 27.05.2013, Matthias Deiß, ARD Berlin

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Darstellung: