Ein Flugzeug der britischen Monarch Airline steht auf einem Rollfeld. | Bildquelle: imago/i Images

Britische Airline Monarch stellt Flugbetrieb ein

Stand: 02.10.2017 10:22 Uhr

Die britische Fluggesellschaft Monarch hat überraschend ihren Betrieb eingestellt und damit die größte Rückholaktion von Passagieren nach Großbritannien seit Jahrzehnten ausgelöst. Etwa 110.000 Fluggäste sind im Ausland gestrandet.

Die britische Fluggesellschaft Monarch hat überraschend sämtliche Flüge abgesagt. Um Punkt Mitternacht verlor die Airline ihre Lizenz, Pauschalreisen zu verkaufen. Gespräche darüber, diese Erlaubnis zu verlängern, waren in letzter Minute gescheitert. Deshalb sei der der gesamte Flugbetrieb eingestellt, so die britische Luftfahrtbehörde CAA.

Die britische Regierung war auf diesen Fall vorbereitet und beauftragte die Luftfahrtbehörde bereits damit, die etwa 110.000 Monarch-Passagiere nach Großbritannien zurückzuholen, die im Ausland festsitzen. Um dies zu organisieren, charterte die Behörde mehr als 30 Maschinen von anderen Fluggesellschaften.

Britische Fluggesellschaft Monarch Air hat überraschend Insolvenz angekündigt
tagesschau 20:00 Uhr, 02.10.2017, Mareike Aden, ARD London

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Fünftgrößte britische Airline

Die Regierung sprach von der größten Rückholaktion in Friedenszeiten. Verkehrsminister Chris Grayling sagte, dies sei eine sehr beunruhigende Situation für die betroffenen britischen Urlauber. Seine erste Priorität sei es, die Passagiere nach Hause zu holen. Niemand solle die Größe der Herausforderung unterschätzen. Britischen Medienberichten zufolge wurden weitere rund 300.000 Buchungen storniert. Monarch-Kunden mit einem Ticket wurden aufgefordert, nicht zum Flughafen zu fahren.

Air Berlin, Alitalia
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Auch die europäischen Fluggesellschaften Air Berlin und Alitalia mussten bereits in diesem Jahr Insolvenz anmelden.

Monarch ist die fünftgrößte Fluggesellschaft Großbritanniens. Sie flog zuletzt mehr als sechs Millionen Passagiere jährlich von London-Gatwick, London-Luton, Birmingham, Leeds-Bradford und Manchester zu 40 Zielen. Im vergangenen Geschäftsjahr machte die Airline allerdings fast 300 Millionen Pfund Verlust.

Terrorangst, Konkurrenz und gefallener Pfundkurs

Zu schaffen machte der Airline insbesondere, dass die Kunden nach den jüngsten Terror-Anschlägen weniger Urlaube in Ägypten und der Türkei gebucht haben und dass die Ticketpreise auf den traditionellen Strecken nach Spanien und Griechenland wegen der starken Konkurrenz gesunken sind. Außerdem ist das Reisen für Briten wegen des gefallenen Pfund-Kurses teurer geworden.

Der Eigentümer von Monarch hatte vergeblich versucht, das Kurzstrecken-Geschäft zu verkaufen und sich auf die Langstrecke zu konzentrieren. Auch andere europäische Airlines haben finanzielle Probleme: In diesem Jahr hatten bereits Air Berlin und Alitalia Insolvenz angemeldet.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 02. Oktober 2017 um 08:37 Uhr.

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