Bosch macht Milliardenverlust im Solarbereich

Technologiekonzern will Kosten senken

Bosch setzt wegen Solarverlusten auf Sparkurs

Solarmodule von Bosch (Bildquelle: dpa)
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Bosch hat noch keine Lösung für die Probleme in seiner Solarsparte gefunden.

Den Technologiekonzern Bosch kommt seine Solarsparte erneut teuer zu stehen. In diesem Geschäftsbereich meldete das Unternehmen für 2012 hohe Verluste und Abschreibungen. Der Gesamtgewinn des Konzerns sei dadurch im vergangenen Jahr um etwa eine Milliarde Euro gedrückt worden, teilte Bosch mit. Im operativen Geschäft mit der Solartechnik verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 450 Millionen Euro. Hinzu kam eine Sonderabschreibung von 600 Millionen Euro. Bereits in den Jahren 2009 und 2011 hatte Bosch in seiner mit viel Geld aufgebauten Solarsparte ein großes Minus verbucht.

Konzernchef setzt auf Sparkurs

Bislang fand das Unternehmen keine Mittel, um die Verluste durch die Solartechnik zu stoppen. Bosch prüft weiter "alle denkbaren Möglichkeiten". Weil auch das Konzernergebnis insgesamt enttäuschte, will Konzernchef Volkmar Denner sparen. "2013 wird ein Jahr der harten Kosten- und Prozessarbeit werden", erklärte er.

Bosch-Chef Volkmar Denner (Bildquelle: dapd)
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Bosch-Chef Denner will die Kosten senken.

Weltweit erreichte der Umsatz mit Kfz-, Industrie- und Gebäude-Technik sowie Werkzeugen und Haushaltsgeräten zwar im vergangenen Jahr einen Rekordwert von 52,3 Milliarden Euro. Das bedeutete allerdings lediglich einen kleinen Zuwachs um 1,6 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr. In Nordamerika steigerte Bosch seinen Umsatz zwar um 17 Prozent und in Asien um fünf Prozent. Doch die Schulden- und Wirtschaftskrise in Europa, wo Bosch mehr als die Hälfte seiner Geschäfte macht, drückte den Konzernumsatz auf dem Heimatkontinent um zwei Prozent. In Südamerika lag das Minus sogar bei 16 Prozent.

"Bewährungskampf für Standorte"

Nach der "nicht zufriedenstellenden" Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr werde 2013 vordringlich an der Verbesserung der Ertragskraft gearbeitet, kündigte Denner an. Das Unternehmen wolle die Fixkosten drücken und strikte Obergrenzen etwa für Investitionen und Zukäufe einführen. Die Probleme in Europa will Denner angehen, indem er die Standorte einem "laufenden Kampf der Bewährung" aussetzt. "Das ist nicht als Angstszenario, sondern als Chancenszenario gemeint", sagte er. Es gehe darum, durch Produktivitätssteigerung, höhere Flexibilität oder bessere Qualität hohe Lohnkosten auszugleichen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau24 am 23. Januar 2013 um 10:35 Uhr.

Stand: 23.01.2013 11:29 Uhr

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