Blackberry | Bildquelle: dpa

Telefonhersteller in der Krise Blackberry stoppt Smartphone-Entwicklung

Stand: 28.09.2016 16:07 Uhr

Der kriselnde Blackberry-Konzern will seine Smartphones nicht mehr selbst entwickeln und produzieren. Das Geschäftsfeld soll komplett an Partnerunternehmen ausgelagert werden. Grund ist der geringe Marktanteil von nur 0,1 Prozent.

Der kanadische Hersteller Blackberry wird seine Smartphones künftig nicht mehr selbst herstellen. Die Produktion werde an die indonesische Firma PT Tiphone Mobile Indonesia ausgelagert, teilte Blackberry mit. Dies erlaube es Blackberry, sich voll auf das Geschäft mit Software und Dienstleistungen zu konzentrieren. "Blackberry ist keine Smartphone-Marke mehr", erklärte Unternehmenschef John Chen. Investoren zeigten sich erfreut, die Blackberry-Aktie schoss vorbörslich 6,7 Prozent in die Höhe.

Marktanteil von nur 0,1 Prozent

Blackberry gehörte einst zu den Pionieren im Smartphone-Geschäft. Der weltweite Marktanteil des kanadischen Unternehmens ist aber angesichts der Übermacht der Apple- und Android-Geräte inzwischen auf 0,1 Prozent geschrumpft. Chen richtet Blackberry nun vor allem auf das Geschäft mit Software und Dienstleistungen für Unternehmen aus und will so im laufenden Geschäftsjahr aus der Verlustzone kommen.

Im zweiten Geschäftsquartal verbuchte Blackberry einen Verlust von 372 Millionen US-Dollar nach einem kleinen Gewinn von 51 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz fiel von 490 auf 334 Millionen Dollar. Das kanadische Unternehmen hat bereits eine Rosskur hinter sich, bei der Tausende von Arbeitsplätzen gestrichen wurden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. September 2016 um 14:00 Uhr

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