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Bericht der "Financial Times"
Barclays will offenbar 2000 Investmentbanker entlassen
Die britische Großbank Barclays will einem Zeitungsbericht zufolge etwa 2000 Investmentbanker entlassen. Wie die "Financial Times" schreibt, sollen dadurch jährlich rund zwei Milliarden Pfund (2,36 Milliarden Euro) eingespart werden.
Von den geplanten Streichungen ist demnach vor allem die Investmentsparte in Asien betroffen, vermutlich aber auch das Privatkundengeschäft in mehreren europäischen Ländern. Zudem seien Tausende weitere Arbeitsplätze in anderen Bereichen bedroht.
Der "Financial Times" zufolge will Barclays die Sparpläne am Dienstag bei der Vorstellung der Jahresbilanz vorlegen. Im Investmentbanking beschäftigt Barclays derzeit etwa 23.300 Mitarbeiter.
Barclays-Chef Jenkins erläutert seine neue Strategie
T. Huhn, NDR London
11.02.2013 20:27 Uhr
Von Skandalen erschüttert
Barclays kommt seit Monaten nicht aus den Schlagzeilen. Die US-Energiemarktaufsicht FERC hatte Ende 2012 gegen die Bank eine Rekordstrafe von 470 Millionen Dollar (360 Millionen Euro) verhängt wegen der angeblichen Manipulation des Strommarktes in Kalifornien.
Im Sommer 2012 war Barclays wegen ihrer Verwicklung in die Manipulationsversuche des Liborsatzes, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen, in Kritik geraten. Wegen verbotener Absprachen akzeptierte Barclays 290 Millionen Pfund (342 Millionen Euro) Strafe. Weil auch das Top-Management davon zumindest Kenntnis gehabt haben soll, musste Vorstandschef Bob Diamond gehen.
Stand: 11.02.2013 10:58 Uhr
