Fahrender ICE | Bildquelle: picture alliance / dpa

Verspätungen 2017 Bahn gibt Pünktlichkeitsziel auf

Stand: 28.11.2017 06:37 Uhr

"Wir hatten den Kunden mehr versprochen" - die Bahn wird dieses Jahr mehr Verspätungen haben als gedacht. Konzernchef Lutz sagte, dafür sei im zweiten Halbjahr "zu viel passiert". Trotzdem gibt es dieses Jahr einen Passagierrekord - und weitere sollen bald folgen.

Die Deutsche Bahn hat ihr Pünktlichkeitsziel für dieses Jahr aufgegeben. "Wir sind bei der Pünktlichkeit noch nicht da, wo wir hin wollen", sagte der neue Konzernchef Richard Lutz der "Süddeutschen Zeitung". Das Ziel von 80 Prozent pünktlichen Zügen werde man im Fernverkehr nicht mehr erreichen. "Dafür ist zu viel passiert, gerade im zweiten Halbjahr. Das ärgert uns. Wir hatten den Kunden mehr versprochen."

Ihr langfristiges Ziel von 85 Prozent pünktlichen Zügen wolle die Bahn aber nicht aufgeben. "Wir halten daran fest, auch wenn auf dem Weg dorthin beträchtliche Hindernisse zu beseitigen sind", sagte Lutz weiter. Die Bahn wolle vor allem Ausfälle bei Unwettern vermeiden, wie zuletzt bei Sturm "Xavier". Dazu gehörten auch eine bessere Vorbereitung auf Unwetter und eine bessere Kontrolle von Bäumen und Sträuchern entlang der Gleise. Als Ziel nannte Lutz "weniger Streckensperrungen, auch bei Unwettern".

Passagierrekord in diesem Jahr

Positive Nachrichten gibt es von der Bahn aber auch: Dieses Jahr wird es im Fernverkehr einen neuen Passagierrekord geben.

Zu weiteren Bestmarken soll die neue Schnellbahntrasse Berlin-München am 10. Dezember beitragen. Mit verkürzten Fahrtzeiten wolle die Bahn "Flugzeuge und Autos angreifen", sagte Lutz. "Bei den aktuell sechs Stunden zwischen Berlin und München nehmen Sie auch als Bahnchef nicht immer den Zug." Ab 10. Dezember aber seien es im ICE-Sprinter weniger als vier Stunden: "Wir sind damit in Schlagdistanz mit dem Flieger."

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 28. November 2017 um 07:15 Uhr.

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