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Ungeachtet der Wirtschaftskrise setzt sich der Herbstaufschwung auf dem Arbeitsmarkt fort. Im November sank die Zahl der registrierten Arbeitslosen gegenüber Oktober um 13.000 auf 3,215 Millionen. Im Vergleich mit dem November 2008 waren allerdings 227.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote ging nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) gegenüber dem Vormonat um 0,1 Punkte auf 7,6 Prozent zurück.
Der saisonübliche Rückgang fiel allerdings schwächer aus als in den Vorjahren. Im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre war die Arbeitslosenzahl im November um 50.900 gesunken. Experten waren angesichts der Wirtschaftskrise aber in diesem Jahr von steigenden Zahlen ausgegangen.
[Bildunterschrift: Arbeitsministerin Ursula von der Leyen sieht keine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt. ]
Die neue Arbeitsministerin Ursula von der Leyen warnte angesichts der neuen Zahlung vor übertriebener Euphorie. Die Talsohle sei "noch nicht durchschritten", sagte sie. Eine Trendwende sei aus den November-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit noch nicht erkennbar. Dank der Reformen, des Konjunkturpakets und kurzfristiger Maßnahmen wie dem Kurzarbeitergeld habe sich der Arbeitsmarkt bisher als robust erwiesen und besser gehalten als erwartet, betonte von der Leyen.
Im November waren nach Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit rund eine Million Beschäftigte in Kurzarbeit. Neu angemeldet worden sei Kurzarbeit für etwa 100.000 Beschäftigte in 5000 bis 6000 Betrieben, teilte BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker mit.
[Bildunterschrift: Die Regierung verlängerte die Sonderregelungen zur Kurzarbeit bis Ende 2010. ]
Genaue Zahlen zur Kurzarbeit legte die Bundesagentur für Arbeit für das dritte Quartal vor. Demnach waren im September 1,056 Millionen Beschäftigte konjunkturbedingt in Kurzarbeit. Das waren 460.000 weniger als auf beim bisherigen Höchststand im Mai. Duchschnittlich arbeiteten die Betroffenen 31,3 Prozent weniger als unter normalen Umständen. Damit seien 336.000 Vollzeitstellen gerettet worden, rechnete Becker vor.
In etwa 650 Fälle geht die BA dem Verdacht des Missbrauchs der Kurzarbeit nach. Bei etwa zehn Prozent habe sich der Verdacht auf Betrug erhärtet. Die Fälle leitete die Bundesagentur für Arbeit an die zuständigen Staatsanwaltschaften weiter.
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