Tim Cook bei der Präsentation des neuen iPhone 7 | Bildquelle: AFP

Apple stellt neue Produkte vor Wasserdicht und ohne Kopfhöreranschluss

Stand: 07.09.2016 23:08 Uhr

Apple hat in San Francisco die nächste Version des iPhone vorgestellt: Es ist wasserdicht und ohne Kopfhöreranschluss. Das Smartphone erwirtschaftet inzwischen mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes - täglich fast 260 Millionen Dollar.

Von Alex Nieschwietz, WDR

Bereits Monate vor der Apple Produktpräsentation waberten die ersten Gerüchte durch Apple-Blogs und Technik-Seiten im Netz. Apple könnte einen der langlebigsten analogen Standard-Stecker bei seinem neuen iPhone abschaffen: den 3,5 mm Klinkenstecker - damit würden alle Besitzer von klassisch-kabelgebunden Kopfhörern mit dem Kauf eines neuen iPhones von einem Tag auf den anderen neue Kopfhörer brauchen, oder kabellose Bluetooth-Kopfhörer verwenden. Für Musikliebhaber pure Provokation.

Ganz so schlimm ist es beim neu-vorgestellten iPhone 7 nicht gekommen, denn Apple bemüht sich durch zwei geschickte Tricks darum, Besitzern von kabel-gebundenen Kopfhören den Übergang zum iPhone 7 möglichst angenehm zu gestalten.

Apple stellt iPhone 7 vor und stellt sich auf 13 Mrd. Euro Steuerrückzahlungen ein
tagesschau 12:00 Uhr, 08.09.2016, Sandra Ratzow, ARD Washington

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Der Adapter für den angenehmen Übergang

Zum einen liegt jedem iPhone 7 ein Adapter bei. Damit lassen sich kabelgebundene Kopfhörer, die man bereits besitzt, über Apples Lightning-Anschluss verbinden. Mit diesem wird normalerweise der iPhone-Akku geladen, beim neuen iPhone fungiert es aber auch als Kopfhörer-Ausgang.

Und jedem neuen iPhone liegt auch ein Paar Kopfhörer bei, das direkt am Lightning-Anschluss angeschlossen werden kann. Jeder Käufer eines neuen iPhones wird also trotzdem Musik mit kabelgebunden Kopfhörern hören können.

Apple schafft bei seinen neuen iPhones die traditionelle Ohrhörer-Buchse ab. | Bildquelle: REUTERS
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Apple schafft bei seinen neuen iPhones die traditionelle Ohrhörer-Buchse ab. Beim iPhone 7 wird man die Ohrhörer
stattdessen über Apples hauseigenen digitalen "Lightning"-Anschluss einstöpseln oder drahtlos per Bluetooth anschließen können.

Aus Kundensicht in Ordnung, aus Herstellersicht ein Problem

Für die meisten potentiellen iPhone 7-Käufer dürfte das die beruhigende Nachricht der Apple Keynote in San Francisco gewesen sein. Anders für Kopfhörer-Hersteller: Sie müssen kabelgebundene Kopfhörer nun exklusiv für das iPhone produzieren, denn der Lightning-Anschluss ist nur in Apples Smartphones verbaut.

Insgesamt hat Apple seinen iPhones nachvollziehbare Updates ohne besondere Überraschungen verpasst. Da das iPhone 7 und das etwas größere iPhone 7 Plus fast genau wie ihre Vorgänger aussehen, war es die Aufgabe von Apple-Chef Tim Cook, durch neue Funktionen dafür zu sorgen, potentielle Käufer von Apples neuen Smartphones zu überzeugen. Denn aktuelle Studien zeigen: Smartphone-Besitzer bleiben durchschnittlich drei Jahre bei ihrem bisherigen Gerät, wenn sie damit zufrieden sind.

Optischer Zoom fürs iPhone - aber nur im teureren Modell

Als Kaufargument am stärksten wirken wohl auf viele die Funktionen der neuen Kamera: Sie bietet zweifachen optischen Zoom. Damit lassen sich weiterentfernte Objekte ohne Qualitätsverlust fotografieren - eine Funktion, die bisher vor allem von Digitalkameras bekannt ist. Allerdings hat Apple die Zoom-Kamera nur dem teureren und größeren iPhone 7 Plus spendiert.

Beide iPhone 7-Modelle sind dagegen erstmals staub- und wasserdicht. Sie sind in Deutschland ab dem 16. September erhältlich und kosten ab 759 Euro für 32 GB Speicher.

Apple Watch soll vor allem Sportler ansprechen

Am selben Tag wird Apple ebenfalls eine überarbeitete Version seiner Smartwatch Apple Watch auf den deutschen Markt bringen. Die "Series 2" genannte Variante bietet vor allem einen schnelleren Prozessor und GPS, wodurch der Träger nun zum Beispiel beim Joggen seinen Laufweg verfolgen kann.

Überhaupt scheint Apple bei seiner Apple Watch nun festgelegt zu haben, ein Produkt für Sportler zu verkaufen. Denn klammheimlich verabschiedet sich Apple bei der Neuauflage seiner Smart Watch von der goldenen Variante der Apple Watch. Diese wurde bei ihrer Vorstellung vor zwei Jahren als besonders schönes Schmuckstück angepriesen.

Die neue Apple Watch | Bildquelle: REUTERS
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Auch die neue Apple Watch wurde vorgestellt.

Davon ist nun keine Rede mehr: wer Sport macht, kauft mit der Apple Watch 2 ein Smartphone mit Funktionen wie Pulsmessung und Motivationshilfen, die Sportlern bzw. aktiven Menschen nützlich erscheinen werden. Für alle anderen bietet auch die Apple Watch 2 immer noch recht wenig überzeugende Argumente, um für sie 419 Euro zu bezahlen.

Pokemon Go und Super Mario debütieren bei Apple

Ein kleiner Coup gelang Apple bei seiner Produktpräsentation dagegen durch zwei bekanntgegebene Kooperationen mit der japanischen Spieleschmiede Nintendo. Nintendos Welterfolg "Pokemon Go" wird für die Apple Watch als eigenständige App veröffentlicht.

Dies könnte helfen, die Verkäufe der Smartphones anzukurbeln. Denn egal wie man zu Pokemon Go steht, die Variante für das iPhone wurde bisher 500 Millionen mal heruntergeladen. Außerdem wird Ende des Jahres Nintendos berühmteste Videospiel-Figur Super Mario ein iPhone-Spiel bekommen, das zumindest für eine gewisse Zeit nur auf Apple Smartphones spielbar sein wird.

In der grundsätzlich sehr euphorischen Videospiel-Szene sorgten die Nintendo-Ankündigungen für Furore. Seit Jahren warteten die Fans auf einen Super Mario-Ableger für das Smartphone. Aber auch die grundsätzlich sehr nüchterne Börsen-Welt reagierte: Nintendo-Aktien stiegen unmittelbar nach Bekanntgabe der Kooperation um 13 Prozent.

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