Gruppenfoto der Teilnehmer des Apec-Gipfels | Bildquelle: AP

Abschlusserklärung des APEC-Gipfels Ein Plädoyer gegen Abschottung

Stand: 21.11.2016 02:40 Uhr

"Wir bekräftigen unser Bekenntnis, unsere Märkte offen zu halten" - dieser Satz in der Abschlusserklärung des APEC-Gipfels ist eine klare Botschaft an Donald Trump. Die 21 Mitglieder des riesigen Wirtschaftsraumes fürchten, dass der künftige US-Präsident den Handel einschränken könnte.

Der APEC-Gipfel in Lima ist mit einem Plädoyer gegen Protektionismus zu Ende gegangen. Die 21 Staats- und Regierungschefs der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft versprachen in ihrer Abschlusserklärung, auf einen neuen Freihandelspakt hinzuarbeiten. Dieser solle trotz des aktuellen politischen Klimas alle APEC-Mitglieder miteinbeziehen und zu nachhaltigem Wachstum führen.

Hintergrund der Stellungnahme war die Sorge um die Zukunft des freien Welthandels nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump, der bei dem Gipfel in Perus Hauptstadt das beherrschende Thema war. "Wir bekräftigen unser Bekenntnis, unsere Märkte offen zu halten und gegen jede Form des Protektionismus zu kämpfen", heißt es in der Abschlusserklärung.

Was ist die APEC?

Die Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) repräsentiert 40 Prozent der Weltbevölkerung und 57 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Der 1989 gegründeten Gruppe gehören 21 Länder und Regionen an. Mitglied sind die USA, China, Japan, Russland, Südkorea, Kanada, Mexiko, Chile, Peru, Neuseeland, Australien, Papua-Neuguinea, Taiwan, Hongkong, Brunei, Indonesien, Malaysia, Singapur, Philippinen, Thailand und Vietnam.

Abschluss des APEC-Gipfels in Lima,
tagesschau 09:00 Uhr , 21.11.2016

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

"Kosmetische" Änderungen an Freihandelsabkommen?

Wie es mit dem Handelsabkommen TPP nach der Wahl Trumps weitergeht, ist indes unklar. Trump hat sich im Wahlkampf gegen den Pakt ausgesprochen und ihn unter anderem als Arbeitsplatzvernichter und "Vergewaltigung" der USA bezeichnet. Das Abkommen ist ausverhandelt, kann aber nicht umgesetzt werden, so lange aus den USA kein grünes Licht kommt.

Einige Teilnehmer des APEC-Treffens im peruanischen Lima erklärten, TPP könne auch ohne die USA auskommen. Andere plädierten für Neuverhandlungen. Neuseeland wiederum schlug "kosmetische" Änderungen vor, die es Trump erlaubten, sich zu TPP zu bekennen, ohne sein Gesicht zu verlieren.

Das Freihandelsabkommen TPP

Zwölf Staaten hatten 2015 unter Führung der USA die größte Freihandelszone der Welt (TPP) beschlossen. Zu ihr sollten Australien, Brunei, Chile, Japan, Kanada, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur, die USA und Vietnam gehören - nicht aber die großen APEC-Mitglieder China und Russland. Der Pazifikraum, den das TPP umfassen sollte, steht nach Angaben der Weltbank für knapp 13,5 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.

Obama: "TPP ist ein Plus"

Der derzeitige US-Präsident Barack Obama warnte seinen designierten Nachfolger Trump indirekt davor, das Freihandelsabkommen aufzukündigen. "TPP ist ein Plus für die amerikanische Wirtschaft, für Arbeitsplätze und für Arbeiterrechte", sagte Obama bei seiner letzten Pressekonferenz auf einer Auslandsreise.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 21. November 2016 um 09:00 Uhr.

Darstellung: