Paket von Amazon | Bildquelle: REUTERS

Ver.di fordert Tarifverhandlungen Streikaufruf bei Amazon bis Heiligabend

Stand: 21.12.2015 07:31 Uhr

Jetzt noch schnell ein Weihnachtsgeschenk bei Amazon besorgen - das könnte schiefgehen: Die Gewerkschaft ver.di hat die Mitarbeiter des Versandhändlers abermals zum Streik aufgerufen - unter anderem in Koblenz, Rheinberg, Werne und Leipzig. Mancherorts ist der Ausstand bis Heiligabend geplant.

Mitten im Weihnachtsgeschäft hat die Gewerkschaft ver.di die Mitarbeiter von Amazon abermals zum Streik an mehreren Standorten aufgerufen. In NRW sollten laut ver.di die Angestellten in Rheinberg und Werne mit Beginn der Frühschicht die Arbeit niederlegen. Der Streik soll bis zum 24. Dezember dauern.

Auch in Leipzig und Koblenz sollen Mitarbeiter die Arbeit niederlegen. In Leipzig sollte der Ausstand den ganzen Montag und in Koblenz bis zum Ende der Frühschicht an Heiligabend dauern. Insgesamt beschäftigt Amazon in Deutschland an neun Standorten mehr als 10.000 Menschen.

Streit über Tarifgruppe

Mit dem Streik möchte ver.di den Konzern zu Tarifgesprächen bewegen. Seit zwei Jahren ringt ver.di mit Amazon um die Einführung eines Tarifvertrages auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels - bislang ohne Durchbruch. Amazon lehnt die Verhandlungen ab und zahlt stattdessen die niedrigeren Löhne der Logistikbranche. "Wir erwarten von Amazon, dass mit uns über faire Löhne und faire Arbeitsbedingungen geredet wird", erklärte Hans Kroha, ver.di-Fachbereichsleiter in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 21. Dezember 2015 um 09:45 Uhr.

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