Elektroauto wird aufgeladen

Automobil-Markt Kaum Interesse am Alternativ-Antrieb

Stand: 01.02.2017 09:55 Uhr

Das reine Elektro-, Propan- oder Ethanolauto hat es schwer in der EU: Der Markt für alternative Antriebe wächst sehr verhalten. Ganz im Gegensatz zum Hybrid-Fahrzeug, das im vergangenen Jahr deutlich mehr nachgefragt wurde als im Jahr zuvor.

Der Absatz von Autos mit alternativen Antrieben in der EU wächst nur wenig, trotz hoher Nachfrage nach Fahrzeugen mit Hybridmotor. Im letzten Quartal 2016 wurden gut 168.000 Wagen mit alternativem Antrieb zugelassen. Das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das geht aus Zahlen hervor, die der europäische Branchenverband Acea veröffentlichte.

Kaum Interesse an Propan-, Erdgas- und Ethanolantrieb

Während der Absatz von Hybridfahrzeugen um 25 Prozent auf knapp 77.000 Wagen zulegte, waren Elektroautos mit einem Rückgang von 16,5 Prozent auf 49.600 deutlich weniger gefragt als im Vorjahreszeitraum. Damals sei die Nachfrage jedoch besonders hoch gewesen, betonte der Verband.

Das Interesse an Wagen mit Propan-, Ethanol- oder Erdgasantrieb ließ weiter nach. Großen Zuwachs in den fünf wichtigsten Absatzländern erzielten die Märkte in Spanien mit einem plus von 50 Prozent, in Deutschland mit einem Plus von 22 Prozent und in Großbritannien mit 15 Prozent.

BMW fühlt sich gerüstet

BMW hat nun bekräftigt, sich sich für eine neue Ära der Mobilität gerüstet zu sehen. Der Konzern will dieses Jahr deutlich mehr Elektrofahrzeuge und Hybride verkaufen. BMW wolle 2017 rund 100.000 Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge an die Kunden bringen, bekräftigte Konzern-Chef Harald Krüger.

Dies sei deutlich mehr als in der Vergangenheit. Zwischen 2013 und 2016 habe BMW rund 100.000 elektrische Fahrzeuge verkauft.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 01. Februar 2017 um 14:41 Uhr.

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