Flugzeuge von Air Berlin | Bildquelle: REUTERS

Hauptversammlung Air Berlin verspricht bessere Zeiten

Stand: 14.06.2017 14:08 Uhr

Flugausfälle, Verspätungen und hohe Verluste: Die Fluggesellschaft Air Berlin steckt in einer schweren Krise, will aber im kommenden Jahr den Wendepunkt schaffen. Helfen beim Konzernumbau könnten Bürgschaften von Bundesländern.

Die hoch verschuldete Fluggesellschaft Air Berlin ist nach eigener Darstellung weiter zahlungsfähig. "An unserer Aussage vom April, die Liquidität des Unternehmens ist gesichert, hat sich nichts geändert", betonte Unternehmenschef Thomas Winkelmann auf der Hauptversammlung in London. Das laufende Jahr sei ein "Jahr des Übergangs", für 2018 peile das Unternehmen auf operativer Ebene schwarze Zahlen an, sagte Finanzchef Dimitri Courtelis. Vergangenes Jahr standen unter dem Strich knapp 800 Millionen Euro Verlust.

Winkelmann versprach auch für für die Reisenden bessere Zeiten. "Wir können uns für die Probleme im April und Mai nur entschuldigen", sagte der Manager. "Air Berlin ist wieder eine sichere, pünktliche und zuverlässige Fluggesellschaft." Seit Ende März - dem Beginn des Sommerflugplans - waren bei Air Berlin immer wieder Verbindungen ausgefallen oder hatten mitunter große Verspätungen. Winkelmann räumte fehlerhafte Planung bei der Neuordnung des Netzes ein.

Air Berlin Hauptversammlung in London
tagesschau 20:00 Uhr, 14.06.2017, Kristin Joachim, RBB

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Bürgschaften sind eine Option

Wegen der schwierigen Lage lotet der Lufthansa-Rivale seit vergangene Woche die Möglichkeit aus, von zwei Bundesländern Bürgschaften zu erhalten. Dass Berlin und Nordrhein-Westfalen angefragt worden seien, erklärte Winkelmann mit "vorausschauenden Unternehmensführung". Derzeit würden alle Möglichkeiten ausgelotet. Die Bürgschaftsanfrage habe auch nichts mit den jüngst geplatzten Verhandlungen zwischen Etihad und dem TUI-Konzern über eine gemeinsame Ferienfluggesellschaft der Air-Berlin-Tochter Niki mit TUIfly zu tun, sagte Winkelmann.

Etihad unterstützt - mindestens bis 2018

Großaktionär Etihad hat der angeschlagenen Airline im April in einem "Letter of Support" weitere Unterstützung für mindestens 18 Monate zugesagt. Darauf stützt sich Air Berlin. Die Gesellschaft des Emirats Abu Dhabi, die 29,2 Prozent der Anteile an den Berlinern besitzt, hält das Unternehmen seit Jahren mit Finanzspritzen in der Luft. Etihad sucht aber gleichzeitig nach Wegen, das bisher glücklose Engagement in Deutschland zu beenden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Juni 2017 um 14:00 Uhr.

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