Air Berlin und Etihad | Bildquelle: picture alliance / dpa

Zusammenarbeit mit Etihad Air Berlin muss alleine fliegen

Stand: 10.10.2014 16:54 Uhr

Das Luftfahrtbundesamt (LBA) hat für den Winterflugplan wichtige Flugvereinbarungen zwischen Air Berlin und Etihad verboten. Damit fällt ein zentraler Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft und der arabischen Airline weg.

Bei den jetzt gestrichenen Vereinbarungen handelt es sich um sogenannte Codeshare-Verbindungen. Betroffen sind 34 gemeinsame Flüge, die von Air Berlin durchgeführt werden und auf denen Etihad mit einer Flugnummer vertreten ist, wie Air Berlin mitteilte. Von der Entscheidung des LBA seien 46.000 Buchungen betroffen. Die entsprechenden Gäste würden aber trotzdem befördert.

Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums sagte, die Entscheidung der Behörde beruhe auf Luftverkehrsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Air Berlin kündigte rechtliche Schritte gegen die Entscheidung an.

Finanzspritzen von 800 Millionen Euro

Etihad ist 2011 bei der verlustträchtigen Air Berlin eingestiegen und hält die Fluglinie mit Finanzspritzen von bislang 800 Millionen Euro und Sachleistungen wie neuen Flugzeugsitzen über Wasser. Ohne die Hilfen stünde Air Berlin vor dem Aus. Im Gegenzug sicherte sich die staatliche Airline vom Persischen Golf einen besseren Zugang zum deutschen Markt.

Neben den vier Flughäfen hierzulande, die die Araber selbst anfliegen dürfen, wird Air Berlin für weitere Zubringerflüge zum Etihad-Drehkreuz Abu Dhabi eingesetzt, derzeit etwa von Berlin und Stuttgart. Diese Verbindungen und die Anschlussflüge in Europa tragen teilweise eine Etihad-Flugnummer. Die Kooperation verbietet das LBA nun.

Mit Codeshares setzt Air Berlin im Jahr 100 Millionen Euro um.

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