Ein Mann steht vor einem leuchtendem ABB-Schriftzug | Bildquelle: REUTERS

ABB in Südkorea Finanzdirektor und Millionen verschwunden

Stand: 22.02.2017 17:54 Uhr

Der Finanzdirektor der südkoreanischen ABB-Tochter hat möglicherweise bis zu 100 Millionen Dollar veruntreut. Der Elektrokonzern spricht zumindest von "kriminellen Aktivitäten" und schaltete Interpol ein. Vom Manager fehlt derweil jede Spur.

Von Dietrich Karl Mäurer, ARD-Studio Zürich

Die Pressemitteilung von ABB liest sich wie ein Krimi: Seit rund zwei Wochen sei der Finanzdirektor der südkoreanischen Tochtergesellschaft verschwunden. Danach habe man erhebliche finanzielle Unstimmigkeiten aufgedeckt. ABB spricht von "kriminellen Aktivitäten". Es bestehe der Verdacht, dass der Mitarbeiter Unterlagen fälschte und mit Dritten zusammenarbeitete, um Unternehmensgelder in erheblichem Ausmaß zu veruntreuen. Die genaue Summe ist noch nicht bekannt.

100 Millionen Dollar Minus befürchtet

Der Elektrokonzern ABB geht davon aus, dass sich der Vorfall mit einem Minus von 100 Millionen Dollar auf die Bilanz des vergangenen Jahres auswirken könnte. Die finanziellen Unstimmigkeiten seien auf Südkorea beschränkt. Das habe eine sofortige Überprüfung der Kontostände ergeben.

Man habe eine umfassende Untersuchung eingeleitet, teilte ABB mit. Zudem arbeite man mit der Polizei und mit der internationalen Polizeibehörde Interpol zusammen.

ABB mit Hauptsitz in Zürich ist weltweit tätig. Der Konzern liefert unter anderem komplette Stromnetze, Elektromotoren und automatisierte Fertigungsanlagen.

100 Millionen Dollar veruntreut? Schweizer Elektrokonzern ABB meldet Betrugsfall
D. K. Mäurer, ARD Zürich
22.02.2017 17:07 Uhr

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