A 380

Gewinn eingebrochen A380-Produktion bei Airbus im Sinkflug

Stand: 27.07.2017 10:47 Uhr

Großes Flugzeug, große Probleme: Weil der A380 nur wenig nachgefragt wird, will Airbus die Produktion des Riesenjets deutlich drosseln. Zudem muss der Flugzeugbauer einen Gewinneinbruch verkraften.

Fehlende Bestellungen für den Riesenjet A380 zwingen den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus zu einem weiteren harten Schritt.

Ab 2019 sollen jährlich nur noch acht Exemplare des weltgrößten Passagierflugzeugs die Werkshallen verlassen, wie der europäische Boeing-Rivale bei der Vorlage seiner Quartalszahlen mitteilte. Vergangenes Jahr hatte Airbus noch 28 A380 ausgeliefert, für 2018 ist bereits eine Kürzung auf zwölf Jets geplant.

Sorgenkind A320neo

Beim größten Airbus-Verkaufsschlager, dem modernisierten Mittelstreckenjet A320neo, bringen Probleme der Triebwerksbauer die geplanten Auslieferungen in Gefahr. Das Ziel von 700 ausgelieferten Zivilflugzeugen im laufenden Jahr werde nur erfüllt, wenn die Triebwerkshersteller ihre Zusagen einhielten.

Der neue Airbus A320neo im Flug.
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Schon bei der Erstauslieferung der A320neo konnte Airbus den Termin nicht einhalten.

Gewinneinbruch im zweiten Jahresviertel

Im zweiten Quartal musste Airbus bei Umsatz und Gewinn teils kräftige Rückgänge hinnehmen. Die Erlöse sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 15,7 Milliarden Euro.

Der um Einmaleffekte bereinigte operative Gewinn (Ebit) schrumpfte stärker als von Analysten erwartet um 27 Prozent auf 859 Millionen Euro.

Unter dem Strich sank der Überschuss um 34 Prozent auf 895 Millionen Euro. Dazu trugen auch weitere Mehrkosten für den problembehafteten Militärtransporter A400M bei.

Airbus A400M (Archivbild, ©Bundeswehr/Andrea Bienert) | Bildquelle: Bundeswehr /Bienert
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Mit dem A400M wollen europäische Armeen ihre alten Transportflugzeuge ersetzen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 27. Juli 2017 um 11:00 Uhr.

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