Thomas Dreßen | Bildquelle: picture alliance/AP Photo

Super-G Podestplatz für Skirennfahrer Dreßen

Stand: 14.02.2020 14:20 Uhr

In Saalbach-Hinterglemm gingen die alpinen Skirennfahrer bei schwierigen Bedingungen auf die Piste. Thomas Dreßen nutzte die Gunst der Stunde und fuhr auch im Super-G aufs Podest, Andreas Sander in die Top Ten. Der Sieg ging allerdings an einen Norweger.

Über zwei Stunden mussten die Speedfahrer am Freitag (14.02.20) in Saalbach-Hinterglemm auf ihren Einsatz warten. Zu starker Wind und leichter Schneefall hatten einen früheren Start verhindert. Auf verkürztem Kurs und mit schlechter Bodensicht kurvte der Norweger Aleksander Aamodt Kilde dann die Bestzeit in den Schnee.

"Es ist immer cool", sagte Kilde zu seinem zweiten Saisonerfolg. Am nächsten kam ihm der Schweizer Mauro Cavienzel (+0,15). Thomas Dreßen zeigte dann mit Startnummer 19, was auf dem immer schlechter werdenden Kurs noch möglich war. Der Mittenwalder blieb unbeeindruckt von den schwierigen Bedingungen und fuhr auf Rang drei vor. Sein Rückstand 0,31 Sekunden.

"Der Super-G ist noch nicht so meine Paradedisziplin", sagte Dreßen zum knapp verpassten Sieg. "Ich arbeite aber sehr hart dran." Die Bedingungen fand er allerdings grenzwertig, beklagen wollte er sich nicht, "da es für mich gut gelaufen ist."

Sander in den Top Ten

Andreas Sander (SG Ennepetal/+0,64), zuletzt der beste Super-G-Fahrer im deutschen Team, war ebenfalls ambitioniert ins Rennen gestartet, verpasste einen Podestplatz aber um 0,33 Sekunden. "Ich finde es nicht gut, dass das Rennen jetzt so gestartet wurde", sagte Sander nach Platz sieben. Für ihn waren es keine Bedingungen, um ein faires Weltcuprennen zu fahren.

Romed Baumann (+1,37) fuhr bei besser werdender Sicht mit Startnummer 44 noch in die Top 20. Dominik Schwaiger (+1,94) landete mit Startnummer 31 auf Platz 27. Teamkollege Josef Ferstl (SC Hammer) hatte dagegen schon nach der Hälfte der Strecke über eine Sekunde verloren. Im unteren Teil baute er noch einen dicken Schnitzer ein und lag im Ziel 2,35 Sekunden hinter Kilde. Das reichte nur für Platz 33. Auch Manuel Schmid verpasste als 32. Weltcuppunkte.

Die Topfavoriten schwächeln

Die Topfavoriten mussten sich geschlagen geben: Der Norweger Kjetil Jansrud, Super-G-Sieger von Kitzbühel und Vincent Kriechmayr (AUT), der in Gröden gewonnen hatte, konnten nicht ums Podest mitfahren und reihten sich noch hinter Sander ein.

Mitfavorit Beat Feuz (SUI) hatte Probleme mit der Ideallinie, verpatzte einen Sprung im Mittelteil und schied, wie der Österreicher Mathias Mayer (Sieger Lake Louise) aus, "Schwer am Limit", sagte Feuz über die Bedingungen im ZDF: "Richtig dahinterstehen kann man nicht. Schließlich geht es ja um eine Kugel." Auch Mayer war nicht ganz glücklich: "Die Piste hat extrem nachgelassen. Das war nicht ideal."


Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 14. Februar 2020 um 15:00 Uhr.

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