Der Mainzer Karim Onisiwo jubelt  nach seinem Treffer zum 2:1. Das nicht gegeben wird. | Bildquelle: dpa

Bundesliga Mainz dreht Spiel gegen Frankfurt

Stand: 02.12.2019 23:07 Uhr

Anthony Ujah schießt das 2:0 für Mainz | Bildquelle: imago images / Jan Huebner
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Anthony Ujah schießt das 2:0 für Mainz

Trainer Achim Beierlorzer hat in der Fußball-Bundesliga mit seinem neuen Klub 1. FSV Mainz 05 auch bei seiner Heimpremiere einen Sieg gefeiert. Eine Woche nach dem furiosen 5:1-Auswärtserfolg beim Debüt des Trainers in Hoffenheim bezwangen die Mainzer im Rhein-Main-Duell am Montagabend (02.12.2019) Eintracht Frankfurt mit 2:1 (0:1).

Nach einer Roten Karte für Dominik Kohr (44. Minute/Notbremse) hatten die Gastgeber mehr als eine Halbzeit in Überzahl agiert. Karim Onisiwo (50.) und Joker Adam Szalai (69.) drehten nach dem Frankfurter Führungstreffer durch Martin Hinteregger (34.) die Partie.

"Trainer hat an ein paar Schrauben gedreht"

Onisiwu sagte anschließend am Sportschau-Mikrofon: "Der Sieg ist sehr wichtig für uns, wir wollten nach dem Sieg gegen Hoffenheim unbedingt nachsetzen." Warum es unter dem neuen Trainer plötzlich läuft, erklärte der Österreicher so: "Wir haben den Schalter umgelegt. Und der Trainer hat auch noch an ein paar Schrauben gedreht."

"Wir freuen uns riesig über den Sieg im Derby. Wir haben es in der zweiten Halbzeit gut und mit viel Druck gemacht", sagte Szalai bei "DAZN". Der Frankfurter Danny da Costa sah den Hauptgrund für die Niederlage im Platzverweis: "Eine komplette Halbzeit in Unterzahl spielen zu müssen, ist nicht ganz so einfach". Hinteregger war sich sogar sicher, dass "wir uns drei Punkte holen, wenn wir 90 Minuten in Gleichzahl spielen".

Seit 33 Jahren kein Sieg in Mainz

Während sich die Mainzer nach dem fünften Saisonsieg und mit nun 15 Zählern Richtung Tabellenmittelfeld orientieren, verpasste es die Eintracht vier Tage nach dem Europa-League-Erfolg beim FC Arsenal auch in der Liga in die Erfolgsspur zurückzukehren. 33 Jahre lang haben die Frankfurter nun beim rheinhessischen Rivalen nicht gewonnen.

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Die Partie hatte mit rund zehnminütiger Verspätung begonnen, nachdem aus dem Eintracht-Fanblock mehrere pyrotechnische Leuchtfeuer, Rauchkörper sowie ein Böller auf den Rasen geflogen waren. Sebastian Rode und Filip Kostic wurden beim Versuch, den eigenen Anhang zur Räson zu rufen, unwirsch verscheucht. Schiedsrichter Manuel Gräfe bat beide Mannschaften erneut in die Kabine, ehe er die Partie anpfiff. Die Atmosphäre blieb allerdings danach beinahe so frostig wie die Temperaturen.

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Erneut Protest gegen Montagsspiele

Aus Protest gegen die Montagsspiele verzichteten die Mainzer exakt 15:30 Minuten auf die üblichen Gesänge - Frankfurts Anhänger sogar die komplette erste Hälfte. Nur bei guten Torszenen, wie etwa dem ersten gefährlichen Abschluss durch den Mainzer Pierre Kunde (6.) oder auf der Gegenseite einer Direktabnahme von Kohr (11.), kam Stimmung auf. Insgesamt war Mainz in Halbzeit eins die etwas aktivere Mannschaft, ohne sich dabei allerdings zwingende Tormöglichkeiten herauszuspielen. Stattdessen schlug Frankfurt nach einer clever ausgespielten kurzen Eckenvariante zu. Der aufgerückte Hinteregger traf letztlich per Flachschuss aus rund elf Metern zur Führung. FSV-Torhüter Robin Zentner sah dabei nicht gut aus.

Kohrs Foul als letzter Mann änderte dann jedoch die Vorzeichen der Partie. Während der fällige Freistoß von Kunde noch wenig Gefahr brachte, machte sich die Mainzer Überzahl nach dem Seitenwechsel so richtig bemerkbar. Gegen Jean-Paul Boetius (47.) klärte Eintracht-Keeper Frederik Rönnow noch mit einer starken Parade, gegen Onisiwos - von Hinteregger abgefälschten - Schuss war er jedoch chancenlos.

Videobeweis verhindert Onisiwo-Treffer

Mainz hatte nun Möglichkeiten im Minutentakt. Die Eintracht hatte allerdings zunächst viel Glück, dass es beim 1:1 blieb. Erst wurde ein vermeintlicher Treffer von Onisiwo (53.) auf Intervention des Videoschiedsrichters zurückgenommen, weil der Ball zuvor im Aus war. Dann scheiterte Szalai (59.) im Nachsetzen nach einem Schuss von Levin Öztunali aus kürzester Distanz. Wenig später machte es der Ungar dann besser und sorgte mit seinem ersten Treffer seit der Rückkehr aus Hoffenheim für die Wende. Filip Kostic vergab in der Nachspielzeit die Chance zum Ausgleich.

Die Frankfurter haben nur wenig Zeit zur Regeneration, sie treten bereits am Freitag (06.12.19) gegen Hertha BSC an. Mainz spielt tags darauf beim FC Augsburg.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. Dezember 2019 um 23:00 Uhr.

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