Laura Dahlmeier | Bildquelle: dpa

Biathlon Laura Dahlmeier verkündet Karriereende

Stand: 17.05.2019 12:58 Uhr

Laura Dahlmeier hat sich entschieden: Sie beendet ihre Karriere, mit nur 25 Jahren. Das erklärte die siebenfache Weltmeisterin in einem emotionalen Facebook-Post.

"Es ist Zeit Servus zu sagen", mit diesen Worten begann Laura Dahlmeier den Facebook-Post, in dem sie am Freitag (17.05.2019) ihr Karriereende verkündete. "Nach einer unfassbar harten Saison voller Höhen und Tiefen verspüre ich nicht mehr die hundertprozentige Leidenschaft, die für den Profisport erforderlich ist."

Ganz überraschend kommt dieser Rücktritt nicht, Dahlmeier hat in ihrer Karriere nicht nur einmal davon gesprochen. Nach den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang etwa hatte sie den Gedanken geäußert, ihre Karriere möglicherweise beenden zu wollen. Nur hatte sich die Ausnahmeathletin bislang stets für den Sport und gegen ein Karriereende entschieden. Bis heute.

Die legitime Nachfolgerin von Magdalena Neuner

Dahlmeier hat in ihrer Karriere viele Titel gewonnen. Bei Biathlon-Weltmeisterschaften holte sie sieben Gold-, drei Silber- und fünf Bronzemedaillen, sie gewann insgesamt 20 Weltcuprennen und den Gesamtweltcup der Saison 2016/17. Und bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang kam sie bei den Sprint- und Verfolgungsrennen jeweils als erste Athletin ins Ziel und gewann auch noch die Bronzemedaille im Einzelwettkampf.

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Als sie gebeten wurde, den Stellenwert von Dahlmeier für den Sport einzuordnen, hat die Bronzemedaillengewinnerin Anaïs Bescond in Pyeongchang nur gesagt: "Sie dominiert einfach unseren Sport." Wahrscheinlich war diese Phase rund um die Olympischen Winterspielen 2018 die beste in der Karriere von Dahlmeier. Sie war da längst zu legitimen Nachfolgerin von Magdalena Neuner geworden.

Abschied der Biathlon-Königin

Doch der letzte Winter war nicht Dahlmeiers bester, von der einstigen Dominanz war nicht mehr viel zu sehen. Erst verpasste sie den Saisonstart, dann musste sie während der Saison immer wieder aussetzen und nahm erkältet an der Weltmeisterschaft im März in Östersund teil. Dennoch kam Dahlmeier zu zwei WM-Bronzemedaillen und lief siebenmal auf das Podest. Durch die vielen Rückschläge "scheint die Bronzemedaille vom Sprint für mich in goldener Farbe", schrieb Dahlmeier damals auf Facebook.

Sieben Wochen ist das jetzt her, und irgendwann in diesem Zeitraum muss Dahlmeier für sich den Entschluss gefasst haben, dass sie aufhören wird. Diesmal wirklich.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. Mai 2019 um 15:00 Uhr.

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