Denise Herrmann (l.) und Franziska HIldebrand umarmen sich im Zielbereich

Weltcup in Solidier Hollow Doppelsieg für deutsche Biathletinnen

Stand: 16.02.2019 19:35 Uhr

Denise Herrmann hat das Verfolgungsrennen der Biathletinnen in Soldier Hollow gewonnen. In einer packenden Schlussrunde verwies sie ihre Teamkollegin Franziska Hildebrand auf den zweiten Platz.

Auf den Olympiastrecken von 2002 haben Denise Herrmann und Franziska Hildebrand für den ersten Doppelsieg der deutschen Biathletinnen in dieser Saison gesorgt. Mit nur zwei Fehlern und einer fulminanten Schlussrunde sicherte sich Herrmann am Samstag (16.02.2019) den dritten Weltcupsieg ihrer Karriere. Hildebrand schoss einen Fehler weniger, musste sich aber der läuferischen Stärke der ehemaligen Langläuferin um 4,2 Sekunden geschlagen geben. Platz drei ging an die Finnin Kaisa Mäkäräinen (3 Fehler/+16,5 Sekunden).

Damen feiern Doppelsieg, Herren verpassen Podest
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Konkurrenz schwächelt am Schießstand

Das DSV-Dio profitierte vom Schwächeln der Konkurrenz am Schießstand. Schon das erste Schießen hatte das Feld gehörig durcheinander gewirbelt. Sprintsiegerin Röiseland musste einmal in die Strafrunde, die Zweite, Mäkäräinen, zweimal und die Weltcupführende Wierer musste gleich drei Extrarunden drehen. In Führung ging die Slowakin Anastasiya Kuzmina. Herrmann und Hildebrand schossen fehlerfrei und rückten näher an die Spitze heran.

Beim zweiten Liegendschießen schwächelte dann Kuzmina. Hildebrand blieb zum zweiten Mal fehlerfrei und übernahm die Führung vor Monika Hojnisz (Polen). Auch Herrmann schoss null Fehler und ging als Dritte wieder auf die Strecke.

Gemeinsam kamen Hildebrand und Hojnisz zum dritten Schießen. Während nun die Polin mit zwei Fehlschüssen Federn lassen musste, hielt sich Hildebrand weiter schadlos. Eine halbe Minute Vorsprung nahm sie auf die Loipe, da auch Herrmann eine Scheibe stehen ließ.

Entscheidung auf der Schlussrunde

Beim letzten Stehendanschlag schoss Hildebrand zum ersten Mal daneben. Als sie aus der Strafrunde kam, hatte sie nur noch elf Sekunden auf Herrmann, obwohl auch diese weitere 150 Extrameter hatte absolvieren müssen. Lange wehrte sich die Sachsen-Anhalterin auf der Schlussrunde, doch kurz vor dem Ziel wurde sie von Herrmann eingeholt.

Dort angekommen strahlten beide: "Wir haben die Sache ganz schön gerockt", sagte Herrmann im ZDF: "Zusammen mit Hildi auf dem Podest zu stehen und für Deutschland den Doppelsieg zu holen, ist eine coole Sache." Hildebrand meinte: "Da hat sich der Ausflug nach Übersee doch gelohnt."

Preuß springt 22 Plätze nach vorn

Die anderen drei deutschen Starterinnen lagen nach dem Sprint zu weit zurück, um in das Rennen vorn eingreifen zu können. Franziska Preuß (2 Fehler) verbesserte sich immerhin mit der sechstbesten Einzelzeit von Platz 50 auf 28, Vanessa Hinz wurde 37., Karolin Horchler 41.

Vittozzi übernimmt Gelbes Trikot

Einen Wechsel gab es in der Weltcup-Gesamtwertung. Lisa Vittozzi übernahm dank eines sechsten Platzes die Führung von ihrer Landsfrau Dorothea Wierer, die sich acht Fehlschüsse leistete und 20. wurde.

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 16. Februar 2019 um 23:15 Uhr.

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