Bildergalerie: 60 Jahre NASA - Geschichte der US-Raumfahrt in Bildern

Bilder

1/31

60 Jahre NASA - die Geschichte der US-Raumfahrt

60 Jahre Nasa:

Am 29. Juli 1958 unterzeichnete US-Präsident Eisenhower (mitte) das "National Aeronautics and Space"-Gesetz und gründete damit die NASA. Er hatte entschieden, dass das zivile Raumfahrtprogramm der USA durch eine Raumfahrtorganisation durchgeführt werden soll. Er trieb die Gründung voran, da es der Sowjetunion bereits ein Jahr zuvor gelungen war, den Satelliten "Sputnik I" ins Weltall zu bringen. Am 1. Oktober 1958 nahm die NASA unter dem Chef Keith Glennan (rechts) ihre Arbeit auf. | Bildquelle: NASA

60 Jahre Nasa:

Am 29. Juli 1958 unterzeichnete US-Präsident Eisenhower (mitte) das "National Aeronautics and Space"-Gesetz und gründete damit die NASA. Er hatte entschieden, dass das zivile Raumfahrtprogramm der USA durch eine Raumfahrtorganisation durchgeführt werden soll. Er trieb die Gründung voran, da es der Sowjetunion bereits ein Jahr zuvor gelungen war, den Satelliten "Sputnik I" ins Weltall zu bringen. Am 1. Oktober 1958 nahm die NASA unter dem Chef Keith Glennan (rechts) ihre Arbeit auf.

60 Jahre Nasa: Wernher von Braun und Präsident Eisenhower

Wernher von Braun im Gespräch mit dem US-Präsidenten Eisenhower anlässlich der Einweihung des Marshall Space Flight Center (MSFC) in Huntsville/Alabama. Dort werden bis heute Raketensysteme und Computerprogramme der NASA entwickelt. Von Braun, der zuvor in Nazi-Deutschland an der Entwicklung der V2-Rakete gearbeitet hatte, war der führende Kopf der NASA-Ingenieure. Die Mitabeit von Brauns wurde deshalb zuerst geheimgehalten. Inzwischen hat die Raumfahrtbehörde mit Hauptsitz in Washington mehr als 17.000 Mitarbeiter an Standorten überall in den USA.

Juri Gagarin

Im vom Kalten Krieg geprägten Wettlauf um die Vorherrschaft im All blieb die Sowjetunion zunächst vorn. Am 12. April 1961 schickten die Russen mit Juri Gagarin den ersten Menschen ins Weltall.

60 Jahre Nasa: Big Joe Rakete und Mercury Kapsel

Die NASA begann gleich nach der Gründung mit dem Mercury-Programm. Hier wird am 9. September 1959 eine Big-Joe-Rakete mit einer Mercury-Kapsel testweise von Cape Canaveral aus gestartet. Die eigentlichen Mercury-Flüge begannen am 21. November 1960 mit dem unbemannten Flug Mercury-Redstone 1. Am 31. Januar 1961 wurde die Raumkapsel der Mercury-Redstone 2 mit dem Schimpansen Ham besetzt, der nach dem 16-minütigen Testflug heil im Atlantik landete. Zehn Monate später - ein halbes Jahr nach Gagarin - wurde ein Affe in die Erdumlaufbahn geschossen.

John Glenn

John Glenn war der erste Amerikaner, der die Erde umkreiste. Am 20. Februar 1962 stieg er in die "Mercury"-Kapsel mit dem Namen Friendship 7.

Die Mannschaft der Apollo 8

Das Schlüsselereignis in der Geschichte der NASA war die Landung auf dem Mond. Am 21. Dezember 1968 startete die "Apollo 8" zur ersten bemannten Umkreisung des Mondes. An Bord des Raumschiffes: die Astronauten James A. Lovell, William A. Anders und Frank Borman (v. l. n. r.).

Erdaufgang-Foto der Apollo 8

Ein besonderes Weihnachtsgeschenk: Am 24. Dezember erreichte die Apollo8-Crew die Mondumlaufbahn. In einer Liveschaltung zeigte sie die ersten Farbfotos vom Erdaufgang. Im Vordergrund sieht man die Mondoberfläche. Die gelungene Mission ebnete den Weg für die spätere bemannte Landung auf dem Mond.

Mondmission von 1969

Der Präsident John F. Kennedy gab das große Ziel vor, bis zum "Ende des Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond zu landen und ihn wieder sicher zur Erde zurückzubringen". Dieses Ziel ist im Jahr 1969 erreicht: Neil Armstrong und Edwin Aldrin landen am 20. Juli mit der Mondfähre "Eagle" auf dem Erdtrabanten. Armstrong betritt als erster Mensch den Mond mit den Worten: "Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit".

60 Jahre Nasa

Der US-Astronaut Edwin Aldrin wird hier von seinem Kollegen Neil Armstrong (im verspiegelten Visier zu erkennen) bei seinen ersten Schritten auf dem Mond fotografiert.

Mannschaft der Apollo13

Doch nicht alle "Apollo"-Flüge verliefen erfolgreich. Knapp 56 Stunden nach dem Start der "Apollo 13"-Mission am 11. April 1970 meldeten die Astronauten James Lovell, Fred Haise und John Swigert den Funkspruch "Houston, wir haben ein Problem gehabt!" zur Erde. Sie hatten das Ausströmen von Gas in den Weltraum beobachtet. Der Sauerstoffgehalt und die Werte an elektrischer Energie an Bord sanken rapide, die lebenserhaltenden Systeme drohten auszufallen. In einer dramatischen Rettungsaktion stiegen die drei Astronauten zunächst in die Mondlandefähre "Aquarius" um, flogen um den Mond in Richtung Erde zurück und landeten schließlich am 17. April unverletzt mit der Apollo-Kapsel nur sieben Kilometer von dem Bergungsflugzeugträger entfernt im Meer. Ursache der Beinahe-Katastrophe war eine Explosion in einem Sauerstofftank.

Mitglied der Mannschaft der Apollo 17 auf dem Mond

Mit der Rückkehr der Crew von "Apollo 17" im Jahr 1972 endet nach sechs bemannten Mondlandungen das NASA-Programm zur Erforschung des Erdtrabanten. Neben der Mondlandung hat die NASA bislang unter anderem mit zahlreichen Sonden das Planetensystem inklusive unserer Erde ausgiebig erforscht, mit Weltraumteleskopen tief in die Weite hinter unserem Sonnensystem gespäht und gemeinsam mit anderen Ländern die Internationale Raumstation ISS aufgebaut, einen permanenten Außenposten der Menschheit im All.

Space Shuttle Columbia

1981 schickt die NASA mit dem Space Shuttle "Columbia" erstmals eine wiederverwendbare Raumfähre ins All.

60 Jahre Nasa

Den ersten Alleinflug ohne Sicherheitsleine unternahm der US-Astronaut Bruce McCandless am 9. Februar 1984 über der Erde in der Umlaufbahn des Space Shuttle Challenger. Er entfernte sich bis zu 100 Meter von der Raumfähre.

Ulf Merbold

Ulf Merbold war der erste Nicht-Amerikaner, der 1986 an einer Weltraum-Mission der NASA teilnahm.

Landung der Endeavour

Die Transportsysteme, die wie eine Rakete starten und wie ein Flugzeug landen, sollten Raumflüge zu einer billigen Alltagsangelegenheit machen. Doch die hochkomplizierten Maschinen, die seit 1981 im Einsatz sind, erwiesen sich schließlich als viel zu teuer und störanfällig.

Explosion der Challanger 1986

Zu den schwersten Rückschlägen in der Geschichte der NASA zählt das "Challenger"-Unglück 1986, als die Raumfähre beim Start explodierte. Zu den sieben getöteten Astronauten zählt auch eine Geschichtslehrerin - die NASA hatte sie ausgewählt, um als erste Nicht-Astronautin ins All zu fliegen.

Absturz der Columbia 2003

Der Absturz der "Columbia" erschütterte die Nation siebzehn Jahre später ein zweites Mal. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte das Shuttle und stürzte zu Boden.

Start der Discovery im Jahr 2008

Zwischen 1981 und 2011 absolvierten die fünf Space Shuttles insgesamt 135 Flüge. Dabei wurden große Teile der Internationalen Raumstation (ISS) transportiert oder Satellitensysteme installiert. Hier startet die "Discovery" im Mai 2008 in Cape Canaveral zu ihrer Mission STS-124.

Internationale Raumstation in der Erdumlaufbahn

Die ISS befindet sich seit 1998 in ständigen Bau- und Reparaturarbeiten. Bei der bemannten Raumstation kooperieren Kanada, Russland, Europa, Japan und die USA. Angedockt ist auf diesem Foto das europäische Wissenschaftslabor "Columbus", das 2008 zur ISS gebracht wurde.

Hans Schlegel

Für die Erweiterung der ISS sind auch immer wieder Außeneinsätze der Astronauten nötig. Darunter sind auch immer wieder deutsche Astronauten, wie Hans Schlegel 2008 ...

60 Jahre Nasa

... oder Alexander Gerst, der bereits 2014 auf der ISS war und jetzt bis Dezember 2018 im All bleiben wird. Ab September wird er als erster Deutscher das Kommando auf der Raumstation übernehmen..

Das Weltraumteleskop Hubble

Vordringen in die Tiefen des Alls: Das 1990 von der NASA ins All gebrachte "Hubble"-Teleskop hat die Astronomie durch spektakuläre Aufnahmen revolutioniert. Seine Daten halfen Wissenschaftlern, das Alter und die Herkunft des Universums besser zu verstehen, weit entfernte Supernovae zu beobachten und Körper außerhalb des Sonnensystems zu entdecken und zu untersuchen. Das Teleskop ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

Hubble

Zum 28. Geburtstag des Weltraumteleskop Hubble veröffentlichte die NASA ein Foto vom Lagunennebel. Die ursprünglich geplanten zehn Jahre Betriebszeit hat das Weltraumteleskop weit übertroffen. Wie lange der Veteran noch durchhält, ist offen.

Mars-Roboter "Curiosity" bei der Arbeit auf der Marsoberfläche

Ein großes Projekt der NASA ist die Erforschung des Planeten Mars. Die Marssonde "Phoenix" entdeckte Vorkommen von Eis auf dem Mars. Am 2. November 2008 funkte sie jedoch zum letzten Mal Signale zur Erde. Seit 2012 erforscht der Roboter "Curiosity" den Mars. Hier ein "Selbstportait" der Sonde aus dem Juni.

Grafische DArstellung der Marssonde Insight

Ab Ende des Jahres soll die Marssonde "Insight" auf dem Mars im Einsatz sein. Im Mai wurde sie an Bord einer Atlas-Rakete ins All transportiert. "Insight" - hier eine grafische Darstellung - soll unter anderem den Wärmefluss des Mars untersuchen und Erdbeben messen.

Landung der Endeavour 2012

Im Juli 2011 endete das Space-Shuttle-Programm der NASA, die Raumgleiter landeten - wie hier die Endeavour - im Museum.

60 Jahre Nasa - Sojusrakete auf dem Weg zur ISS mit Alexander Gerst an Bord

Russische Sojus-Raketen fliegen zur Raumstation ISS. Hier der Start in Baikonur unter anderem mit dem Deutschen Alexander Gerst an Bord am 6. Juni 2018.

Raumkapsel Dragon

Doch auch private Unternehmen sind in das Geschäft eingestiegen und versorgen die Astronauten auf der ISS mit Nachschub, wie etwa die Raumkapsel Dragon.

Eine "Falkon 9"-Rakete der Firma SpaceX startet von der Cape Canaveral Air Force Station und trägt den privaten Raumfrachter "Dragon" an Bord.

"Dragon" wurde mit einer Rakete der privaten Firma SpaceX transportiert. Er hatte 2600 Kilo Nachschub für die ISS geladen.

60 Jahre Nasa

Traurige Gesichter bei den Wissenschaftlern und Teammitgliedern der Cassini-Mission der NASA am 15. September 2017. Rund 20 Jahre nach ihrem Start stürzte die Sonde Cassini kontrolliert in den Saturn.

Startturmsprengung in Cape Canaveral

Die NASA verändert sich. Am 12. Juli wurden in Cape Canaveral in Florida die historischen Raketenstartrampen SLC-17, von denen unter anderem die Raketen für Mondexpeditionen starteten, gesprengt. Das private US-amerikanische Raumfahrtunternehmen Moon Express hat das Gelände übernommen und keine Verwendung für die Doppeltürme.

Darstellung: