Bildergalerie: Acht deutsche Städte bewerben sich als Kulturhauptstadt 2025

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Acht deutsche Städte bewerben sich als Kulturhauptstadt 2025

Zittau

Das sächsische Zittau will stellvertretend für die Dreiländerregion Oberlausitz im Grenzgebiet zu Tschechien und Polen Kulturhauptstadt werden. Oberbürgermeister Thomas Zenker präsentierte die Region als Brückenbauer. Die Bewerbung setzt unter dem Motto "365° Leben" auf die Verbindung zwischen Menschen, Kommunen und Organisationen aus verschiedenen Nationen in der Region - "als wichtige Nahtstellen für die EU". | Bildquelle: dpa

Zittau

Das sächsische Zittau will stellvertretend für die Dreiländerregion Oberlausitz im Grenzgebiet zu Tschechien und Polen Kulturhauptstadt werden. Oberbürgermeister Thomas Zenker präsentierte die Region als Brückenbauer. Die Bewerbung setzt unter dem Motto "365° Leben" auf die Verbindung zwischen Menschen, Kommunen und Organisationen aus verschiedenen Nationen in der Region - "als wichtige Nahtstellen für die EU".

Feuerwerk in den Herrenhäuser Gärten von Hannover

Hannover will mit seinem Kulturangebot punkten, das vom Sprengel Museum über die Herrenhäuser Gärten bis zu den Kunstfestspielen reicht. Die Stadt ließ ihre Bewerbung von der Britin Hannah Gibson vorstellen, die ihre Sorge vor dem Brexit ausdrückte. Sollte Hannover ausgewählt werden, will es aufgrund seiner engen historischen Verbindungen zu England im Jahr 2025 gemeinsame Projekte mit englischen Städten verwirklichen.

Karl-Marx-Denkmal in Chemnitz

Seit den rechten Aufmärschen Ende August 2018 ist das Image der Stadt Chemnitz angeschlagen. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig sprach diese Probleme anlässlich der Bewerbung ganz offen an: Gesellschaftliche Konflikte, bewusste Provokationen und offene Gewalt seien ein Thema in vielen Städten Europas. Die Stadt stellt bei der Bewerbung die Widersprüche ihrer Geschichte in den Mittelpunkt: Ob "sächsisches Manchester" oder Karl-Marx-Stadt - Chemnitz sei nach all den Auf- und Zusammenbrüchen immer wieder aufgestanden.

Gera

Das ostthüringische Gera präsentiert sich als Stadt mit kulturhistorischem Erbe und neuen Ideen - und wehrt sich gegen das Klischee vom Niedergang einer vermeintlich abgehängten Provinz. Die Initiatoren der Bewerbung wollen dem Bild einer schrumpfenden Stadt mit einer immer älter werdenden Bevölkerung etwas entgegensetzen und betonen, dass die Jugend eine große Rolle bei der Bewerbung spiele.

Thomas Harling, Leiter Bewerbungsbüro Hildesheim, mit einer Zuckerrübe

Auch Hildesheim betont sein großes kulturelles Potenzial, etwa mit dem Roemer- und Pelizaeus-Museum sowie der St. Michaeliskirche und dem Dom, die beide zum Weltkulturerbe gehören. Die Stadt kokettiert aber auch damit, gerade keine Metropole zu sein. "Sie wissen es - und wir wissen es auch: Wir sind Provinz", sagte der Leiter des Bewerbungsbüros, Thomas Harling. Das sei aber auch gut so. Bei der Präsentation stellte er die Stadt mit einer Zuckerrübe als Symbol für Wurzeln vor: Man wolle nach Lösungen suchen in Stadt-Land-Beziehungen.

Filmfestival im Sommer in Dresden

Unter dem Titel "Neue Heimat" will Dresden viel mehr Menschen als bisher am Kulturmachen und -erleben beteiligen. Mit dem Motto werbe die Stadt für eine "neue Kultur des Miteinanders", sagte Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller, die die Bewerbung präsentierte. Sie zählte eher schwierige Episoden der jüngeren Vergangenheit auf - etwa den Verlust des Unesco-Welterbe-Titels wegen eines Brückenbaus oder die Pegida-Demonstrationen. Heimat dürfe nicht von wenigen besetzt werden, sondern müsse von allen gestaltet werden, sagte sie.

Halbkugelversuch otto von Guerickes in Magdeburg

Magdeburg lässt sich bei seiner Bewerbung von den Experimenten des Naturwissenschaftlers Otto von Guericke (1602-1686) inspirieren. Er schuf etwa die "Magdeburger Halbkugeln" und erzeugte ein Vakuum. Das Motto "Stadt des Vakuums" soll nun dafür stehen, dass es in Magdeburg jede Menge freien Raum gibt - und damit Chancen, diesen zu füllen. Es sollen mehr Möglichkeiten für Kultur in der Stadt geschaffen und öffentliche Räume belebt werden.

Straße der Menschenrechte in Nürnberg

Woran denkt man bei Nürnberg? An Lebkuchen und Dürer? Oder eher an den Reichsparteitag der Nationalsozialisten? Diese Frage warf der Leiter des Bewerbungsbüros, Hans-Joachim Wagner, bei der Präsentation der Bewerbung auf. Man wolle eine "neue Idee" von Stadt und Europa entwickeln, teilte die Stadt mit - einen Raum der Menschlichkeit, Gemeinschaft und des Experimentierens. Nürnberg kann unter anderem auch mit einer mittelalterlichen Altstadt und einer regen Kulturszene punkten.

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