Bildergalerie: Altkanzler Helmut Kohl

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Stationen im politischen Leben von Helmut Kohl

Helmut Kohl

Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl ist im Alter von 87 Jahren gestorben. | Bildquelle: REUTERS

Helmut Kohl

Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl ist im Alter von 87 Jahren gestorben.

Helmut Kohl

Am 3. April 2015 feierte Altbundeskanzler Helmut Kohl seinen 85. Geburtstag.

Kohl mit Konrad Adenauer im Jahr 1967

Helmut Kohl am im Januar mit dem damaligen Altkanzler Konrad Adenauer. Kohl war damals Vorsitzender der CDU in Rheinland-Pfalz. 1947 trat Kohl in die CDU ein. Er war im Jahr 1949 Mitbegründer der Jungen Union.

Kohl 1969

Am 19. Mai 1969 wird Helmut Kohl Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Der CDU-Politiker ist damals erst 39 Jahre alt.

Rainer Barzel und Helmut Kohl am 12. Juni 1973 beim CDU-Bundesparteitag

Im Juni 1973 übernahm Helmut Kohl von Rainer Barzel den Parteivorsitz der Bundes-CDU. Kohl blieb CDU-Vorsitzender bis zum November 1998.

Bonner Runde nach der Bundestagswahl 1976

Bei der Bundestagswahl 1976 tritt Kohl, zu diesem Zeitpunkt noch Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz, zum ersten Mal als Kanzlerkandidat der Union an. Er verfehlt zwar mit 48,6 Prozent nur knapp die absolute Mehrheit für die Union. Doch die sozialliberale Koalition unter Helmut Schmidt kann ihre Arbeit fortsetzen. Kohl - hier am Wahlabend in einer Diskussionsrunde mit SPD-Chef Willy Brandt und dem FDP-Vorsitzenden Hans-Dietrich Genscher - geht aber als Oppositionsführer nach Bonn.

Franz Josef Strauß und Helmut Kohl 1980

Vor der Bundestagswahl 1980 favorisierte Helmut Kohl den niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht als Kanzlerkandidaten der Union - bei der entscheidenden Abstimmung in der Bundestagsfraktion setzte sich jedoch der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß durch. Dieser fuhr für die Union deutliche Verluste am Wahltag ein und blieb in München. Kohl behauptete seine Position als Oppositionsführer im Bundestag.

Koalitionsverhandlungen zwischen der CDU und der FDP

Koalitionsgespräche der CDU/CSU und der Liberalen. Nach 13 Jahren beendet die FDP 1982 ihre Koalition mit der SPD. Die Liberalen wollen nun gemeinsam mit den Christdemokraten unter Bundeskanzler Helmut Kohl regieren. Genscher (2. v. l.) bleibt weiterhin Außenminister und Vizekanzler.

Helmut Schmidt gratuliert Helmut Kohl

Helmut Schmidt und der neu gewählte Bundeskanzler Helmut Kohl am 1. Oktober 1982 im Bonner Bundestag. Der durch ein Misstrauensvotum gestürzte Schmidt gratuliert seinem Nachfolger.

Helmut und Hannelore Kohl am Abend der Bundestagswahl vom 6. März 1983

Am 6. März 1983 gewinnt Helmut Kohl als bereits amtierender Kanzler seine erste Bundestagswahl. Er fährt dabei mit 48,8 Prozent das zweitbeste Wahlergebnis der Union bei einer Bundestagswahl ein. In der Bonner Parteizentrale wird er mit seiner Frau Hannelore stürmisch gefeiert.

Helmut Kohl vor Vereidigung am 29.3.1983

Die Freude steht ihm ins Gesicht geschrieben: Helmut Kohl im Bonner Bundestag kurz vor seiner Vereidigung am 29. März 1983

Am 22. September 1984 reichen sich Francois Mitterrand und Helmut Kohl über den Gräbern von Verdun die Hand.

Am 22. September 1984 reichen sich Francois Mitterrand und Helmut Kohl über den Gräbern von Verdun die Hand. Die Geste geht als Zeichen der deutsch-französischen Aussöhnung in die Geschichte ein.

Kohl nach seiner Wahl

"Aussitzen" entwickelt sich in den ersten Regierungsjahren Kohls zu einem geflügelten Wort. Kohl zeigt häufig wenig Führungsstärke und Entscheidungsfreude.

Helmut Kohl und Ronald Reagan in Berlin

Helmut Kohl während der legendären Rede des US-Präsidenten Ronald Reagans am Brandenburger Tor in Berlin am 12. Juni 1987

Bundeskanzler Kohl mit DDR-Staats- und Parteichef Honecker in Bonn

1987 empfing Kohl den DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker mit militärischem Zeremoniell in Bonn.

Genscher, Gorbatschow und Kohl im Kaukasus

Außenminister Genscher, Partei- und Staatschef Michail Gorbatschow und Bundeskanzler Kohl unterhalten sich im Juli 1990 gemeinsam über die Bedingungen der Wiedervereinigung der DDR und der Bundesrepublik. Das Bild wird zu einem Symbol der Wiedervereinigung. Kohl wird eine zentrale Rolle dabei zugeschrieben - schon im November 1989 legt er ein "Zehn-Punkte-Programm zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europa" vor. In den folgenden Monaten treibt er die Vereinigung voran und erreicht dabei auch die Zustimmung der Sowjetunion zu einer vollen Souveränität des vereinten Deutschlands, das sich auch frei für die Zugehörigkeit zu einem Militärbündnis entscheiden kann.

Bundeskanzler Kohl bei einer Rede 1990 in Erfurt

Vor den freien Wahlen zur DDR-Volkskammer im März 1990 macht Kohl Wahlkampf und wird wie hier in Erfurt bejubelt. Die CDU der DDR und ihre Bündnispartner gewinnen die Wahl.

Helmut Kohl bei den Feierlichkeiten zum 3. Oktober 1990 in Berlin

Die Deutschen sind wieder vereint: Bei der Feier in Berlin am 3. Oktober 1990 winken von der Freitreppe des Reichstagsgebäudes Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP), Hannelore Kohl, Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und Bundespräsident Richard von Weizsäcker. (von links)

Helmut Kohl bei einer Wahlkampfveranstaltung im Jahr 1990

Dass Kohl bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl 1990 wiedergewählt wurde, hatte er Analysten zufolge nur der Wiedervereinigung zu verdanken. Kohls Ankündigung, die Wiedervereinigung werde nicht über Steuererhöhungen finanziert, hält nur ein Jahr. Seit 1991 zahlen alle einen Solidaritätszuschlag. Auch sein Ausspruch über "blühende Landschaften" in Ostdeutschland wird ihm immer wieder vorgehalten.

Helmut Kohl und Angela Merkel auf dem Bundesparteitag 1991 in Dresden

Sein langer Arm als Kanzler und Parteichef befördert Karrieren - und vernichtet sie. Wen er als Talent ansieht, steigt auf. So Angela Merkel (sein "Mädchen"), die er 1991 zur Ministerin für Frauen und Jugend macht.

Helmut Kohl und der Präsident der EG-Kommission, Jacques Delors

In seiner 16-jährigen Amtszeit als Bundeskanzler feiert Kohl verschiedene außenpolitischer Erfolge. Dazu gehört sein Beitrag zur Gründung der Europäischen Union 1992. Hier sind der Präsident der EG-Kommission, Jacques Delors, und Helmut Kohl im Bonner Kanzleramt mit einer Karte der Europäischen Gemeinschaft mit Gesamtdeutschland als Mitgliedsland im Jahr 1990 zu sehen.

Kohl und Merkel im Jahr 1995

Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl und Angela Merkel, damals Umweltministerin, vor der Regierungserklärung im Bundestag (26. April 1995)

Helmut Kohl

In der Innenpolitik muss Kohl manche Niederlage hinnehmen. Die SPD-Mehrheit im Bundesrat blockiert viele Vorhaben der schwarz-gelben Regierung, etwa die Steuerreform 1997. Insgesamt scheitern in der Legislaturperiode 1994 bis 1998 etwa 20 Vorlagen im Bundesrat. Der Koalition wird "Reformstau" angelastet.

Helmut Kohl übergibt das Amt an Gerhard Schröder

27. Oktober 1998 - die Ära Kohl ist zu Ende: Gerhard Schröder (SPD) wird zum Bundeskanzler gewählt. Bei der Amtsübergabe im Kanzleramt applaudiert er seinem Vorgänger Helmut Kohl.

Helmut und Hannelore Kohl

Helmut Kohl mit seiner Ehefrau Hannelore auf einer Silvesterfeier vor dem Berliner Reichstag zur Jahrtausendwende. Hannelore Kohl nahm sich am 5. Juli 2001 das Leben. Helmut und Hannelore Kohl waren seit 1960 verheiratet. Aus der Ehe stammen die beiden Söhne Walter und Peter.

Helmut Kohl am 29.6.200 vor dem Untersuchungsausschuss zur CDU-Spendenaffäre

Prestige und Einfluss Helmut Kohls schwinden massiv in der CDU-Parteispendenaffäre, die 1999 Stück für Stück ans Licht kommt. Unter Berufung auf ein gegebenes Ehrenwort weigert er sich vehement, die Namen der Spender zu nennen. Im Jahr 2001 wird das Ermittlungsverfahren gegen ihn gegen Zahlung von 300.000 Mark eingestellt. Der Alt-Bundeskanzler muss auch vor einem Untersuchungsausschuss des Bundestags aussagen und erklärt seinen Rückzug vom CDU-Ehrenvorsitz, bevor es zu einem entsprechenden Parteibeschluss kommen kann.

Helmut Kohl

2004 stellt Helmut Kohl den ersten Band seiner Memoiren vor. 2005 und 2007 erschienen Band 2 und 3.

Maike und Helmut Kohl

Nach seinem Abschied aus dem Bundestag im Herbst 2002 tritt Kohl nur noch selten in der Öffentlichkeit auf. Im Jahr 2008 stürzt er in seinem Haus und muss operiert werden, seitdem ist er gesundheitlich angeschlagen. Wenn er - wie hier 2009 - einen offiziellen Termin wahrnimmt, ist seine zweite Frau Maike immer an seiner Seite.

Kohl im Jahr 2009

Für seine Verdienste als "Kanzler der Einheit" wird Helmut Kohl - hier im Jahr 2009 während der Feiern zum 20. Jahrestag des Mauerfalls - bis heute geschätzt.

Angela Merkel und Helmut Kohl 2009

Vorsichtige Annäherung: Angela Merkel besucht Helmut Kohl im August 2009 während des Bundestagswahlkampfes in Oggersheim.

Helmut Kohl auf seiner Geburtstagsfeier mit seiner Frau Maike Kohl-Richter und Kanzlerin Angela Merkel

Helmut Kohl auf seiner Feier zum 80. Geburtstag mit seiner Frau Maike Kohl-Richter und Kanzlerin Angela Merkel. Helmut Kohl hatte seine zweite Frau am 8. Mai 2008 geheiratet.

Helmut Kohl, mit seiner Ehefrau Hannelore und seinen Söhnen Peter (r) und Walter (l)

Kohl ordnete der Politik alles unter. Sein Sohn Walter (hier links in einem Bild aus den 1970er-Jahren) schreibt in einem 2011 erschienenen Buch, die wahre Familie seines Vaters seien nicht Frau und Kinder, sondern sei die CDU gewesen.

Helmut Kohl

Am 13. August 2011 jährte sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Helmut Kohl erhält zu diesem Jubiläum ein besonderes Geschenk. Maike Kohl-Richter und "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann (l.) enthüllen im August 2011 in Ludwigshafen ein Stück der früheren Berliner Mauer, die in Kohls Garten platziert werden soll.

Helmut Kohl geht gegen das Buch des Journalisten Heribert Schwan vor.

Aufsehen erregten die juristischen Auseinandersetzungen Helmut Kohls mit seinem ehemaligen Biographen Heribert Schwan, von dem er sich 2009 im Streit trennte. Schwan hatte in den Jahren 2001 und 2002 mehr als 600 Stunden lang Gespräche mit dem Altkanzler geführt. Kohl verlangte erfolgreich die Herausgabe der Tonbänder. Schwan nutzte dennoch Zitate daraus in seinem Buch "Vermächtnis - die Kohl-Protokolle.

Helmut Kohl

Der Altkanzler war seit mehreren Jahren gesundheitlich angeschlagen und zeigte sich selten in der Öffentlichkeit. Bei den Feierlichkeiten zur 25. Jubiläum des Mauerfalls war er öfter zu sehen, wie hier bei der Festveranstaltung "Glücklich Vereint. Von der Deutschen Einheit zur Europäischen Einigung" im Albertinum in Dresden.

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