Jahresrückblick 1969 Massaker in My Lai

Stand: 10.12.2010 19:22 Uhr

Erst in diesem Jahr erfährt die Weltöffentlichkeit von dem Massaker an den Einwohnern des südvietnamesischen Dorfes My Lai. Im März des Jahres 1968 starben im Kugelhagel der US-Soldaten 507 Dorfbewohner, unter ihnen 173 Kinder, 76 Babys und 60 Greise.

Durch dieses brutale Verbrechen zweifeln immer mehr daran, dass die G.I.s tapfer für Freiheit und Demokratie kämpfen. In den USA demonstrieren Tausende von US-Bürgern, aber auch prominente amerikanische Politiker, im Rahmen der sogenannten Anti-Vietnam-Märsche gegen den Krieg in Vietnam. Die Proteste finden im November mit einer Massendemonstration in Washington ihren Höhepunkt.

Am 3. September des Jahres wurde der Tod des vietnamesischen Nationalhelden Hu Jimin bekannt gegeben. Er war die Vatergestalt des vietnamesischen Volkes - im Norden wie im Süden. Hu Jimin wurde zum Idol der europäischen und amerikanischen revoltierenden Jugend.
Der Kireg in Vietnam ging unterdessen weiter, wenngleich die Opferzahlen auf beiden Seiten zurück ging.

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