William und Kate mit Kanzlerin Merkel auf dem Balkon des Kanzleramts. | Bildquelle: REUTERS

Royals in Deutschland Don't mention the Brexit

Stand: 19.07.2017 12:09 Uhr

Prinz William und seine Ehefrau Kate sind in Deutschland: Allein das bringt die Freunde des britischen Königshauses in Wallung. Und dann sind auch noch die Kinder George und Charlotte dabei - besser kann das Land derzeit nicht die Berichte über den Brexit verdrängen.

Von Thomas Spickhofen, ARD-Studio London

Familienfest mit den Royals. Prinz William hebt seinen Sohn George auf ein Pony. "Na, wie ist das?", fragt der Vater den Sohn. Es sind Szenen wie diese im vergangenen Jahr in Kanada, die Sympathie wecken sollen für die britische Königsfamilie und damit auch für Großbritannien.

In den turbulenten Zeiten rund um den Brexit ist der Charme der Royals eine diplomatische Allzweckwaffe für die Briten. Denn die Mitglieder der Königsfamilie sind wichtige "politische Figuren auf dem Spielbrett", sagt Königshausreporter Rob Jobson, "auch wenn sie nicht unmittelbar an einer politischen Debatte teilnehmen können".

Der politische Einfluss der Royals in Zeiten des Brexits
ARD-Sondersendung 14:10 Uhr, 19.07.2017, Ulla Fiebig, ARD Berlin

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Es wird einiges geboten

Drei Tage werden die Cambridges, wie sie daheim genannt werden, in Deutschland bleiben. Der Herzog und die Herzogin von Cambridge werden gemeinsam mit George, der am Samstag vier Jahre alt wird, und Charlotte, die gerade zwei geworden ist, Berlin, Heidelberg und Hamburg besuchen. Eine Gartenparty und ein Ruderrennen stehen ebenso auf dem Programm wie Besichtigungen und zahlreiche Gespräche.

Glanz und Glamour sind ganz wichtig, sagt Reporter Jobson. Schließlich träfen die Cambridges nicht nur Angela Merkel und andere politische Führer, sondern auch andere bedeutende Gäste. "Die britische Botschaft nutzt die Strahlkraft des königlichen Paares, um diese Leute miteinander ins Gespräch zu bringen. Das ist die perfekte Gelegenheit, im Glanz eines freundschaftlichen Besuches."

William, Kate und Kinder in Deutschland | Bildquelle: AFP
galerie

Ankunft in Berlin-Tegel: In Polen kam die königliche Familie schon gut an - in Deutschland soll das nicht anders sein, hofft das Königshaus.

Mehr Pflichten für William

Dass die beiden Kinder mit dabei sind, hat sich erst relativ spät ergeben. Die Familie zieht gerade vom Nordosten Englands dauerhaft nach London, William hat seinen Job als Rettungsflieger aufgegeben und wird mehr royale Pflichten übernehmen. Der Zweite in der Thronfolge muss mehr ran, weil der Großvater sich aus der "Firma" zurückzieht und auch die Großmutter schon 91 ist.

George kommt im September in die Schule, Charlotte in den Kindergarten. Familienleben pur in der Königsfamilie, vielleicht gibt es so bald nicht mehr die Gelegenheit zu einer mehrtägigen Reise zu viert.

Vier sind besser als zwei

Aber natürlich bekommt der Besuch durch die beiden Kinder gleich auch nochmal einen zusätzlichen Schub in der öffentlichen Wahrnehmung, sagt die Königshaus-Historikerin Kate Williams. Man wisse, dass das Interesse "gleich doppelt so groß" sei, wenn George und Charlotte mit dem königlichen Paar kommen. Die Kinder bekämen viel mehr Aufmerksamkeit als die anderen Mitglieder der Königsfamilie.

Das hilft bei der Verbreitung der politischen Botschaft. Bei seinen Ansprachen wird William dem Thema Brexit nicht ausweichen können. Wie das klingen wird, das war vor kurzem bei seinem Besuch in Paris zu hören. Die Freundschaft werde weitergehen, sagte William, unabhängig von der britischen Entscheidung, die Europäische Union zu verlassen.

Die Kinder von William und Kate schauen aus dem Flugzeug. | Bildquelle: dpa
galerie

Was kommt jetzt? Die Frage dürfte George und Charlotte auch in Deutschland beschäftigen.

Das Erste berichtet in einer Sondersendung über den Besuch der königlichen Familie - heute um 21.45 Uhr.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 19. Juli 2017 um 12:00 Uhr.

Darstellung: