Eine Person steht mit Gummistiefeln aus einer überfluteten Straße. | Bildquelle: dpa

Tief "Axel" Sturmflut im Norden, Glatteis im Süden

Stand: 05.01.2017 09:11 Uhr

Die stärkste Ostsee-Sturmflut seit zehn Jahren hat zu Überschwemmungen und Schäden in Norddeutschland geführt. In Bayern sorgte Tief "Axel" mit starken Schneefällen für zahlreiche Unfälle.

Straßen überschwemmt, Autos unter Wasser, einzelne Dämme überspült: Die stärkste Ostsee-Sturmflut seit zehn Jahren hat in Norddeutschland teilweise zu schweren Schäden geführt.

Keller in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern waren vollgelaufen, Autos mussten weggeschleppt werden. Menschen wurden nach Angaben der Polizei durch die Wassermassen nicht verletzt.

Am späten Mittwochabend lagen die Pegelstände noch zwischen 150 und 170 Zentimeter höher als üblich - in Lübeck wurden sogar 1,79 Meter und in Wismar 1,83 Meter gemessen.

Die Folgen des Ostsee-Hochwassers
tagesschau 16:00, 05.01.2017, Martin Möller, NDR

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Gefahren der Sturmflut wieder gebannt

Am frühen Donnerstagmorgen war ein Teil des Wassers wieder abgelaufen: Um 04.45 Uhr stand es nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Wismar und Flensburg noch 1,47 Meter, in Greifswald 1,41 Meter und in Lübeck wurden 1,48 Meter höher als normal.

"Es war die stärkste Sturmflut seit 2006", sagte Jürgen Holfert, Leiter des Wasserstanddienstes BSH. Auch wenn der Wasserstand vielerorts noch höher als normal ist, seien die Gefahren der Sturmflut aber gebannt.

Die Höhe der Sachschäden könne noch nicht beziffert werden, sagte eine Polizeisprecherin.

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Sturmtief "Axel" bringt Sturm und Schnee

Absperrungen stehen in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) auf einer überfluteten Straßenkreuzung

Das Sturmtief "Axel" hat den Menschen an der Ostseeküste die schlimmste Sturmflut seit zehn Jahren beschert. Straßen wurden überschwemmt ... | Bildquelle: dpa

Lübeck und Usedom besonders betroffen

Besonders betroffen waren Lübeck und Usedom. In Lübeck wurden zahlreiche Autos aus den Fluten gezogen. Mehrere Keller liefen voll. Zugänge zur Lübecker Altstadt waren für Fußgänger nicht mehr passierbar.

Auf der Insel Usedom verursachte die Sturmflut größere Schäden. Es wurde dort die Alarmstufe 3 ausgerufen.

Auf der Insel Rügen überspülte das Hochwasser im Bereich Mönchgut-Granitz eine Straße und schnitt einen Ortsteil von der Hauptgemeinde Gager ab. Das Wasser stand rund 40 Zentimeter hoch auf der Zufahrtsstraße.

Glatteis und Unfälle

Sturm und Schnee sorgten auch für zahlreiche Unfälle in Mecklenburg-Vorpommern, allein zwischen 18 und 22 Uhr wurden der Polizei 22 glättebedingte Unfälle gemeldet.

Auch in Bayern und Baden-Württemberg brachten glatte Straßen Autofahrer ins Schleudern. Im Süden von Oberbayern gab es zwischen Mittwoch- und Donnerstagmorgen laut Polizeiangaben etwa 160 Verkehrsunfälle. Das seien etwa dreimal so viele wie sonst.

Grund für das Unwetter ist Tief "Axel", das jetzt langsam weiterzieht. Vor allem im Osten und Süden Deutschlands kann es laut Wetterdienst aber auch noch heute bei kräftigen Schnee- und Graupelschauern zu Wintergewittern kommen. In Baden-Würtemberg wurde die Unwetterwarnung jedoch wieder aufgehoben.

Glatteis führe auch auf den Straßen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu Unfällen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Januar 2017 um 14:00 Uhr.

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