Chaos bei der Bahn nach dem Sturm | Bildquelle: dpa

"Xavier" und die Schäden Das Chaos nach dem Sturm

Stand: 06.10.2017 10:30 Uhr

Mehrere Tote, massive Schäden, Rettungskräfte im Dauereinsatz, Chaos im Bahnverkehr: Sturm "Xavier" ist mit orkanartigen Böen über Deutschland hinweggefegt. Wer heute mit dem Zug reisen will, muss geduldig sein. Im Norden und Nordosten liegt der Bahnverkehr lahm.

Reisende und Pendler müssen auch einen Tag nach Sturmtief "Xavier" mit Zugausfällen, erheblichen Verspätungen und langen Wartezeiten an Bahnhöfen rechnen. Zahlreiche Bahnstrecken sind weiterhin gesperrt. Zwischen Berlin und Hannover sowie zwischen Berlin und Hamburg verkehren weiter keine Züge, teilte die Deutsche Bahn mit.

Auch die Strecken zwischen Berlin und Leipzig sowie weitere Strecken von und nach Hannover, Bremen und Hamburg blieben gesperrt. Außerdem sei der Nahverkehr in Norddeutschland noch stark von den Unwetterschäden betroffen.

Beim Bahnverkehr im Nordosten Deutschlands gab es der Deutschen Bahn zufolge Einschränkungen im Großraum Magdeburg, Stendal und Dessau. Die Strecken zwischen Dortmund und Hannover, zwischen Dortmund und Osnabrück sowie zwischen Rheine und Norddeich seien hingegen wieder befahrbar. Reisende sollten sich über Ausfälle und Verspätungen informieren, riet das Unternehmen.

"Xavier" verursacht Störungen des Bahnverkehrs
tagesschau 12:00 Uhr, 06.10.2017, Andreas Jöhrens, ARD Berlin

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Gestrandet am Bahnhof

Die Nacht verbrachten viele Gestrandete in Hotels, in von der Bahn bereitgestellten Zügen oder auf dem Bahnsteig. Insgesamt 20 Züge stellte die Bahn zur Verfügung. So standen zum Beispiel drei Übernachtungszüge in Kassel-Wilhelmshöhe, außerdem gab es sogenannte Hotelzüge auch in Berlin am Hauptbahnhof und an den Stationen Spandau und Südkreuz sowie an den Hauptbahnhöfen in Köln, Dortmund, Bielefeld, Düsseldorf, Leipzig, Hamburg und Hannover.

In Kassel waren Schnellzüge gestrandet, weil sie aus dem Süden nicht weiter in Richtung Norden fahren konnten. Ähnliches passierte an Bahnhöfen in Köln, Minden und Leipzig.

Wer ein gültiges Zugticket vom 5. Oktober habe, könne damit am Freitag reisen, kündigte die Deutsche Bahn an. Diese Regelung gelte auch bei Tickets mit Zugbindung.

Fernverkehr am stärksten betroffen

Der Sturm legte nicht nur den Fernverkehr lahm. Auch die öffentlichen Netze von Großstädten wie Berlin oder Hamburg waren beeinträchtigt. Ein Bahn-Sprecher riet Pendlern in der Hauptstadt dazu, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. "Das ganze Netz in der Region ist massiv eingeschränkt. Wir haben zahlreiche Bäume auf den Gleisen, beschädigte Oberleitungen und abgeknickte Fahrmasten", erklärte er. Die Reparaturen würden voraussichtlich den ganzen Tag dauern. Die S-Bahn war am Donnerstag wegen des Sturms zeitweise überhaupt nicht mehr gefahren.

Von den Beeinträchtigungen im Zugverkehr waren besonders Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt betroffen. Wie lange die Arbeiten dauern werden, ist noch ungewiss. Es sei nicht auszuschließen, dass es auch am Wochenende noch Auswirkungen auf den Verkehr gebe, teilte das Unternehmen mit.

Acht Menschen ums Leben gekommen

Die Bahn überprüfte den Angaben zufolge die ganze Nacht ihre Strecken. Auf manchen Abschnitten sei dies aber ohne Tageslicht nicht oder nur schlecht möglich, so der Sprecher. 

Das Sturmtief hatte am Donnerstag mindestens acht Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Am späten Abend entspannte sich zumindest die Wetterlage.

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"Xavier" wütet über weite Teile Deutschlands

Umgestürzte Bäume am Straßenrand in der Nähe von Hildesheim in Niedersachsen.

Umgestürzte Bäume am Straßenrand in der Nähe von Rautenberg in Niedersachsen. Sturmtief "Xavier" ist über Deutschland gefegt und hat große Schäden angerichtet. | Bildquelle: dpa

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Oktober 2017 um 17:00 Uhr und 20:00 Uhr.

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