Eine Frau hält einen Geldbeutel in ihren Händen | Bildquelle: dpa

Was sich 2017 ändert Mehr Geld - und Mehrkosten

Stand: 29.12.2016 04:08 Uhr

Mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger, ein höherer Mindestlohn, aber auch Mehrkosten für Strom und Autos: Das neue Jahr bringt viele Veränderungen mit sich. Eines dürfte aber alle freuen: 2017 gibt es einen zusätzlichen Feiertag. Ein Überblick.

Von Matthias Reiche, ARD-Hauptstadtstudio

Viele werden im kommenden Jahr ein wenig mehr Geld bekommen. So wird zum Beispiel der Regelsatz für alleinstehende Hartz-IV-Empfänger zum ersten Januar von 404 auf 409 Euro angehoben. Paare erhalten acht Euro mehr im Monat. Und wer unter 25 Jahre alt ist und im Haushalt der Eltern wohnt, bekommt immerhin drei Euro zusätzlich. Am höchsten ist der Aufschlag für die sechs- bis 13-Jährigen mit 21 Euro. Ein paar Cent mehr gibt es ab Januar auch für Menschen mit Mindestlohn: Um 34 Cent pro Stunde wird dieser angehoben, bei einem Vollzeitjob bedeutet das rund 55 Euro mehr im Monat.

Ein wenig mehr Luft zum Atmen soll auch der Steuerzahler bekommen. So werden die Einkommensgrenzen für alle Steuersätze nach oben verschoben, um die sogenannte kalte Progression abzufangen. Also das Phänomen, das Arbeitnehmer trotz Lohnerhöhung eine geringere Kaufkraft haben, weil sie in einen höheren Steuersatz rutschen und das verbleibende Lohnplus unterhalb der Inflationsrate liegt.

Gleichzeitig werden im kommenden Jahr der Grundfreibetrag und der Kinderfreibetrag leicht angehoben, was alles in allem eine Art Mini-Steuersenkung darstellt. Dieser Logik folgend soll 2017 auch das Kindergeld um monatlich zwei Euro steigen.

Strom wird teurer

Teurer wird ab dem 1. Januar der Beitrag zur Pflegeversicherung. Mit dem Geld sollen die Leistungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige deutlich verbessert werden. Auch werden die Verbraucher bei der Förderung von Strom aus Windkraft und Sonne zur Kasse gebeten. Die sogenannte Ökostrom-Umlage wird erhöht. Wie sich das in konkreten Zahlen ausdrückt, kann dann jeder aus seiner Stromrechnung herauslesen.  

Wenig erfreulich ist auch, dass die Neukunden klassischer Lebensversicherungen sich vom kommenden Jahr an auf einen weiteren Rückgang einstellen müssen. Der sogenannte Garantiezins sinkt zum 1. Januar für neu abgeschlossene Verträge auf 0,9 Prozent. Für so genannte Bestandskunden ändert sich allerdings nichts, sie sollen die in ihrem Vertrag garantierten Leistungen erhalten.

Ein zusätzlicher Feiertag

Mehr zahlen müssen im kommenden Jahr auch Autofahrer für die sogenannte Hauptuntersuchung. Je nach Bundesland werden zusätzliche Gebühren zwischen 35 und 55 Euro fällig. Und auch Fotobücher werden teurer, weil die Umsatzsteuer für dieses beliebte Geschenk steigt.

Die Liste der Neuregelungen ließe sich noch mühelos fortsetzen. So sollen ab dem 4. April neue 50-Euro-Scheine den Fälschern die Arbeit erschweren. Ab September dürfen nach den Energiesparvorgaben aus Brüssel nur noch Staubsauger mit einer maximalen Stromaufnahmeleistung von 900 Watt statt wie bisher 1600 Watt verkauft werden.

Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Am Dienstag, den 31. Oktober 2017 gibt es für Millionen von Arbeitnehmern ein besonderes Geschenk: Der Reformationstag wird zum 500. Jubiläum einmalig ein arbeitsfreier Feiertag für ganz Deutschland sein. 

Was ändert sich 2017?
M. Reiche, ARD Berlin
28.12.2016 17:34 Uhr

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Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 29. Dezember 2016 u.a. um 06:12 und 06:18 Uhr.

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